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IT-Sicherheit: Noch 40.000 Windows-XP-Rechner bei der Rentenversicherung

Bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) arbeiten noch 40.000 Rechner mit Windows XP . Doch das 13 Jahre alte Betriebssystem sei "um eigene Sicherheitskomponenten ergänzt" worden, erklärte die DRV.
/ Achim Sawall
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Windows XP (Bild: Microsoft)
Windows XP Bild: Microsoft

Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und ihrer Regionalträger sind noch 40.000 Arbeitsplatzrechner mit dem veralteten Betriebssystem Windows XP von Microsoft ausgestattet. Das berichtet(öffnet im neuen Fenster) das ARD-Politikmagazin Kontraste. Microsoft hatte die technische Unterstützung für das 13 Jahre alte Betriebssystem am 8. April 2014 eingestellt.

Die Rentenversicherung erklärte Kontraste: "Die Version des Betriebssystems Windows XP, die bei der Rentenversicherung noch zum Einsatz kommt, ist um eigene Sicherheitskomponenten ergänzt worden." Auch würde es keine direkte Verbindung von Geräten, die weiterhin Windows XP nutzen, mit dem Internet geben. Darüber hinaus seien bei der Deutschen Rentenversicherung mehrstufige Firewall-Systeme sowie ein Virenschutz im Einsatz, betonte ein Sprecher Selbstverständliches.

Die Datenschutzbeauftragte des Landes Brandenburg, Dagmar Hartge, sagte Kontraste: "Das System Windows XP wird jeden Tag problematischer, schwächer und angreifbarer, und die Maßnahmen, die ich auf der anderen Seite treffe, können das nicht mehr ausgleichen."

Die Berliner Verwaltung organisierte über das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) für 300.000 Euro einen verlängerten Support mit Microsoft. Dieser Vertrag lief am 14. April 2015 aus. Laut einer parlamentarischen Anfrage des Piraten(öffnet im neuen Fenster) Simon Weiß vom 3. März 2015 ist nach Auskunft des Herstellers eine Verlängerung des Supports für Windows XP um ein weiteres Jahr möglich. Die Kosten der XP-Supportverlängerung betrugen bisher bereits rund 300.000 Euro.

Golem.de hat bei der Deutsche Rentenversicherung angefragt, ob sie an dieser Supportverlängerung teilnimmt. Die Berliner Piraten fragten wir, ob die Berliner Verwaltung die erneute Supportverlängerung in Anspruch genommen hat. Die Meldung wird nach Eingang der Informationen aktualisiert.


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