IT-Sicherheit:Noch 40.000 Windows-XP-Rechner bei der Rentenversicherung
Bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) arbeiten noch 40.000 Rechner mit Windows XP . Doch das 13 Jahre alte Betriebssystem sei "um eigene Sicherheitskomponenten ergänzt" worden, erklärte die DRV.
Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und ihrer Regionalträger sind noch 40.000 Arbeitsplatzrechner mit dem veralteten Betriebssystem Windows XP von Microsoft ausgestattet. Das berichtet(öffnet im neuen Fenster) das ARD-Politikmagazin Kontraste. Microsoft hatte die technische Unterstützung für das 13 Jahre alte Betriebssystem am 8. April 2014 eingestellt.
Die Rentenversicherung erklärte Kontraste: "Die Version des Betriebssystems Windows XP, die bei der Rentenversicherung noch zum Einsatz kommt, ist um eigene Sicherheitskomponenten ergänzt worden." Auch würde es keine direkte Verbindung von Geräten, die weiterhin Windows XP nutzen, mit dem Internet geben. Darüber hinaus seien bei der Deutschen Rentenversicherung mehrstufige Firewall-Systeme sowie ein Virenschutz im Einsatz, betonte ein Sprecher Selbstverständliches.
Bild 1/84: Es war einmal... Windows XP. Anfangs gewöhnungsbedürftig viele Farben, und doch gewöhnten sich viele schnell an die neue Optik.
Bild 2/84: Es war einmal... Windows XP. Anfangs gewöhnungsbedürftig viele Farben, und doch gewöhnten sich viele schnell an die neue Optik. (Screenshots: Andreas Sebayang/Golem.de)
Bild 3/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 4/84: Die Screenshots haben wir auf einem rund acht Jahre alten Vaio FS-115 aufgenommen. Der Rechner ist sogar noch in Betrieb, ...
Bild 5/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 6/84: ... um im Notfall veraltete Software ausführen zu können. Das Windows wurde aber häufiger neu installiert. Auffällig: viele Farben und das neue Systemsteuerungskonzept, an das sich bis heute nicht alle gewöhnen können.
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Bild 8/84: Damals waren die Bildschirmschoner noch einfach.
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Bild 10/84: Weg mit den Farben. Windows-2000-Nutzer freuten sich über das Zurückstellen der ehemals modernen Oberfläche.
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Bild 12/84: Diese Ansicht ließ so manchen ganz schnell den Total oder Speed Commander installieren.
Bild 13/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 14/84: Hilfe naht: Immerhin war der Hund niedlicher als die nervige Office-Klammer - und man konnte ihn mit einem Klick abschalten.
Bild 15/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 16/84: Programmzugriff und -standards kamen mit dem Service Pack 1.
Bild 17/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 18/84: Hier hat sich eigentlich nicht viel getan. Das Deinstallieren von Programmen ist unter Windows 8 noch genauso aufgebaut. Heutzutage kann der Anwender aber deutlich mehr Informationen einblenden.
Bild 19/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 20/84: Damals musste mehr gescrollt werden. Nur vier Inhalte waren gleichzeitig sichtbar. Unter Windows 8 sind es 12 und an eine anpassbare Fenstergröße war noch nicht zu denken.
Bild 21/84: Damals musste mehr gescrollt werden. Nur vier Inhalte waren gleichzeitig sichtbar. Unter Windows 8 sind es zwölf und an eine anpassbare Fenstergröße war noch nicht zu denken.
Bild 22/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 23/84: Sonys Vaio Control Center ist korrekt in der Systemsteuerung eingebunden. Das war damals eher die Ausnahme.
Bild 24/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 25/84: Unser Testrechner mit geradezu luxuriöser RAM-Ausstattung. Das hilft aber nichts. Im Vergleich zu heutigen Rechnern ist die Kiste mit ihrem Einkernprozessor einfach lahm.
Bild 26/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 27/84: Hier hat sich auch nichts geändert in den vergangenen zehn Jahren. Allerdings stellen wir fest: Bei der Neuinstallation haben wir offenbar den Treiber für Sonys i.Link vergessen.
Bild 28/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 29/84: In der Hochzeit der Angriffe auf Windows XP kam dieses Tab in den Systemeigenschaften dazu.
Bild 30/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 31/84: Bis Vista musste der Nutzer eine Webseite und natürlich den Internet Explorer für Windows Updates bemühen. Und die war damals wie heute gelegentlich unzuverlässig.
Bild 32/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 33/84: An der Computerverwaltung sah man Windows XP sein Alter an. Hier endet die "Teletubby"-Oberfläche.
Bild 34/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 35/84: Die Symbole stammen aus der Urzeit der Windows-Rechner. Vor allem das Symbol der Komponentendienste fällt hier auf.
Bild 36/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 37/84: Das Netzwerk war damals noch etwas schwieriger in der Bedienung.
Bild 38/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 39/84: Vor allem beim WLAN...
Bild 40/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 41/84: ... nervt Windows XP.
Bild 42/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 43/84: WPA-Schlüssel musste man damals noch zweimal und ohne Anzeige der Zeichen eingeben. Und wehe man vertippte sich bei sicheren und komplexen Passwörtern.
Bild 44/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 45/84: Die Aufgaben oberhalb der Symbole blendet so mancher Anwender aus.
Bild 46/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 47/84: Lieber die veraltete Treiber-CD benutzen. Treiber per Windows-Update waren eher selten verfügbar.
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Bild 49/84: Mit dem Service Pack 2 kam das Sicherheitscenter, das in neueren Windows-Versionen in Wartungscenter umbenannt wurde. Es sollte die Sicherheit von Windows XP erhöhen.
Bild 50/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 51/84: Die "Ich brauch keinen Virenscanner"-Fraktion wurde ordentlich genervt. Mit positiven Effekten auf die Sicherheit der Rechner. Nur wenige Nutzer beschränkten ihr Konto auf Standardrechte. Das wurde erst mit Windows Vista leichter in der Handhabung.
Bild 52/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 53/84: Mit automatischen Updates machte Microsoft die Rechner sicher und wies den Anwender auf mögliche Probleme hin.
Bild 54/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 55/84: Es wurden nicht nur das Betriebssystem, sondern auch Komponenten aktualisiert.
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Bild 57/84: Auf alten Rechnern ist das eine langwierige Prozedur.
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Bild 59/84: Outlook Express unter Windows XP
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Bild 61/84: Mit dem Media Player versuchte Microsoft, moderne und alte Optik zu vereinen.
Bild 62/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 63/84: Dementsprechend wird die Titelleiste des aktiven Fensters dementsprechend auf Wunsch versteckt.
Bild 64/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 65/84: Es war einmal: das Startmenü.
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Bild 67/84: Auf einen alten XP-Rechner gehört eine alte Office-Installation.
Bild 68/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 69/84: Das Startmenü hatte keinen Fokus-Schutz. Wenn eine Anwendung etwas mitteilen wollte, schloss es sich sofort.
Bild 70/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 71/84: Der Taskmanager wurde erst mit Windows 8 gründlich überarbeitet.
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Bild 73/84: Netzwerkbeobachtung unter Windows XP
Bild 74/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 75/84: Das Microsoft Network (MSN)
Bild 76/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 77/84: Ohne Rechnungsadresse geht's nicht.
Bild 78/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 79/84: Unter Windows XP war nur der Installer für das Herunterladen der Installation installiert.
Bild 80/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 81/84: Anbindung an E-Mail-Adressen waren damals noch etwas Neues und Optionales. Heute kann der Nutzer ohne solche Zugänge vieles nicht tun.
Bild 82/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Bild 83/84: Ab April 2014 wird es keine Sicherheitsupdates mehr für Windows XP geben. Microsoft stellt den Support ein.
Bild 84/84: Windows XP (Screenshot Golem.de/Andreas Sebayang)
Die Datenschutzbeauftragte des Landes Brandenburg, Dagmar Hartge, sagte Kontraste: "Das System Windows XP wird jeden Tag problematischer, schwächer und angreifbarer, und die Maßnahmen, die ich auf der anderen Seite treffe, können das nicht mehr ausgleichen."
Die Berliner Verwaltung organisierte über das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) für 300.000 Euro einen verlängerten Support mit Microsoft. Dieser Vertrag lief am 14. April 2015 aus. Laut einer parlamentarischen Anfrage des Piraten(öffnet im neuen Fenster) Simon Weiß vom 3. März 2015 ist nach Auskunft des Herstellers eine Verlängerung des Supports für Windows XP um ein weiteres Jahr möglich. Die Kosten der XP-Supportverlängerung betrugen bisher bereits rund 300.000 Euro.
Golem.de hat bei der Deutsche Rentenversicherung angefragt, ob sie an dieser Supportverlängerung teilnimmt. Die Berliner Piraten fragten wir, ob die Berliner Verwaltung die erneute Supportverlängerung in Anspruch genommen hat. Die Meldung wird nach Eingang der Informationen aktualisiert.