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IT-Sicherheit: Microsoft will Hinweise auf Sicherheitslücken in Windows

Hacker können nach einer Ausweitung des Bug-Bounty-Programms von Microsoft auch für das Finden von Sicherheitslücken in Windows belohnt werden. Weiterhin gibt es aber Bereiche, die Microsoft besonders interessieren – und die bis zu 250.000 US-Dollar bringen können.
/ Hauke Gierow
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Microsoft hat sein Bounty-Programm erweitert. (Bild: AfP/Getty Images)
Microsoft hat sein Bounty-Programm erweitert. Bild: AfP/Getty Images

Microsoft hat angekündigt(öffnet im neuen Fenster), das eigene Bug-Bounty-Programm auszuweiten. Künftig fallen nicht mehr nur bestimmte Applikationen oder Dienste in das Programm, sondern das gesamte Betriebssystem. Darüber hinaus gibt es nach wie vor bestimmte "Fokus-Areas", auf die Microsoft besonderen Wert legt.

Gezahlt wird für Sicherheitslücken in Windows 10, in Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2 sowie in der Windows Server Insider Preview. Hacker, die Lücken in Windows selbst melden, bekommen bis zu 15.000 US-Dollar. Wer Sicherheitslücken in Hyper-V meldet, erhält derzeit bis zu 250.000 US-Dollar.

Mit einem speziellen Programm in der "Fokus Area Mitigation Bypass" will Microsoft Einsendungen zu neuen Angriffsvektoren gegen etablierte Abwehrmechanismen sammeln(öffnet im neuen Fenster). Auch Ideen für Schutzmechanismen gegen aktive Angriffe werden belohnt, in jeder der Kategorien können bis zu 100.000 US-Dollar verdient werden. Um für dieses spezielle Programm qualifiziert zu sein, muss eine Einsendung eine "echte Remote Code Execution" ermöglichen oder verhindern.

Auch Windows Defender Teil des Programms

Schwachstellen im Windows Defender Application Guard für Enterprise-Versionen von Windows werden mit bis zu 30.000 US-Dollar belohnt, wenn der Einsendung ein funktionierender Exploit beiliegt, der einen Ausbruch aus der Sandbox ermöglicht. Sicherheitslücken in der aktuellen Windows Insider Preview werden mit maximal 15.000 US-Dollar vergütet, wenn sie nicht von anderen Bereichen des Programms erfasst sind.

Microsoft zahlt auch Bountys aus, wenn eine Schwachstelle bereits von einem Microsoft-Mitarbeiter gefunden wurde. In diesem Fall bekommen Hacker zehn Prozent der maximalen Auszahlungssumme in der entsprechenden Kategorie des Bounty-Programms, wenn sie Urheber der ersten externen Einreichung sind. Anders als bei Apple ist das Microsoft-Programm offen für alle interessierten Sicherheitsforscher. Apple hat sein Programm mit einer kleinen Anzahl bekannter Personen gestartet und nimmt nach und nach weitere Forscher auf, derzeit sind rund 100 Personen Teil des Programms.


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