IT-Sicherheit: MI5-Expertin fordert gemeinsame Abwehr von Cyber-Gefahren

Der britische Geheimdienst warnt vor staatlich unterstützen Cyberattacken und manipulativer Wahleinmischung durch fremde Staaten.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Der britische Geheimdienst MI5 zur aktuellen Lage ...
Der britische Geheimdienst MI5 zur aktuellen Lage ... (Bild: Pixabay)

Die Öffentlichkeitsoffensive der britischen Geheimdienste geht weiter. Nach einem seltenen Interview des Chefs des Auslandsgeheimdienstes MI6, Richard Moore, meldete sich nun eine Direktorin des Inlandsgeheimdiensts MI5 zu Wort. Das Vereinigte Königreich brauche eine gemeinsame gesellschaftliche Anstrengung, um Bedrohungen durch feindselige Länder zu vereiteln, sagte Direktorin K der britischen Zeitung Daily Telegraph. Sie ist in der Behörde für die Abwehr von Cyberkriminalität zuständig.

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Verschiedene Gefahren wie Ransomware-Angriffe, staatlich unterstützte Hacker und Wahleinmischung könnten "jeden einzelnen im Vereinigten Königreich" betreffen, sagte K. Deshalb müssten alle helfen. "Dies ist kein Spionagefilm." Die Identität der Direktorin ist geheim. Es ist nur bekannt, dass sie Mutter und Mitte 40 ist.

Die Spitzenagentin rief Wissenschaft und Industrie auf, die Gefahr von Wirtschaftsspionage ernst zu nehmen. Der MI5 könne ihnen dabei helfen. "Dann schaue ich mir an, wie einige feindliche Staaten unser geistiges Eigentum stehlen, und ich hoffe, dass wir dies gemeinsam schützen können", sagte K.

MI5-Expertin sieht Gesellschaft in Gefahr

"Wir müssen unsere Erfindungen und unsere Zukunft schützen." Die Geheimdienstlerin warnte zudem Unternehmen davor, Anteile an Unternehmen in feindseligen Staaten zu verkaufen. Der MI5 sei aber nicht der "Wirtschaftspolizist des Vereinigten Königreichs".

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Erst vor einer Woche hatte MI6-Chef Moore in einem Interview der BBC für mehr Offenheit in seiner Profession in Zeiten sozialer Medien geworben. Er warnte ebenfalls vor Cyber-Gefahren vor allem aus China. Auch Direktorin K dürfte insbesondere China, aber auch Russland im Blick haben, wenn sie von der aktuellen Gefährdungslage spricht.

Chef des MI6 plädiert für mehr Offenheit

"Der MI6 befasst sich mit der Welt, wie sie ist, nicht, wie wir sie gerne hätten", sagte der Geheimdienstchef. Dazu gehöre es, sich mehr zu öffnen und auch mit der Privatwirtschaft zusammenzuarbeiten, um neue Technologien zu durchdringen, die zum Einsatz kommen könnten.

"Unsere Gegner investieren Geld und Ehrgeiz in die Beherrschung von künstlicher Intelligenz, Quantencomputern und synthetischer Biologie, weil sie wissen, dass ihnen das Einfluss bescheren wird", sagte Moore. Er bezog sich dabei sowohl auf staatliche als auch nicht-staatliche Bedrohungen wie Terrorgruppen.

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