IT-Sicherheit: Lebenswichtige medizinische Geräte ungeschützt im Internet

Herzschrittmacher, Infusionsgeräte, Magnetresonanztomographen: Sicherheitsforscher haben Zehntausende medizinische Geräte entdeckt, die über das Internet leicht angegriffen werden können - weil sie meist noch mit Windows XP laufen. Die Forscher setzten Defibrillatoren und MRTs als Honeypots ein.

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Zahlreiche medizinische Geräte sind für Hackerangriffe verwundbar.
Zahlreiche medizinische Geräte sind für Hackerangriffe verwundbar. (Bild: Francois Guillot/AFP/Getty Images)

Die Sicherheitsforscher Scott Erven und Mark Collao haben zahlreiche Sicherheitslücken in medizinischen Geräten gefunden, wenn diese mit dem Internet verbunden sind. Sie untersuchten, ob Geräte eines ungenannten, großen amerikanischen Gesundheitskonzerns von Hackern manipuliert werden könnten.

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Sie fanden mehr als 68.000 verwundbare medizinische Geräte, darunter Herzschrittmacher, Geräte aus der Nuklearmedizin, Infusionsgeräte, Anästhesie-Equipment und Magnetresonanztomographen.

Mit Shodan suchten die Sicherheitsforscher nach bestimmten Signaturen der medizinischen Geräte. Sie wurden schnell fündig: "Als wir anfingen, die Shodan-Suchbegriffe anzupassen, um spezielle Kliniken wie Radiologe, Podiatrie oder Pädiatrie zu finden, fanden wir Tausende falsch konfigurierte Geräte mit direkten Angriffsvektoren", beschreibt Scott Erven das Vorgehen das Teams.

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Viele der von den Sicherheitsforschern untersuchten Geräte liefen noch unter Windows XP und hatten auch sonst keine besonderen Vorkehrungen zur Erhöhung der IT-Sicherheit. "Es ist sehr einfach, eine E-Mail mit einem Payload an den Verwalter der medizinischen Geräte zu schicken und die Schadsoftware dann zu aktivieren", sagte Collaho.

Defibrillator-Honeypots

Die Sicherheitsforscher setzten auch eigene Honeypots auf, um das Risiko von Angriffen zu testen. Sie erstellten angebliche Defibrillatoren und Magnetresonanztomographen. Im sechsmonatigen Untersuchungszeitraum gab es mehr als 55.000 erfolgreiche Logins über SSH oder ein Webinterface und 299 Malware-Payloads. Dabei nutzen die Angreifer sogar die Schwachstelle MS08-067 aus - die Lücke, die vom Conficker-Wurm ausgenutzt wurde.

Viele der Angreifer würden medizinische Geräte zwar erfolgreich infizieren, sagt Collao, doch sie wüssten nicht, was für Geräte sie eigentlich angreifen. Sie würden die Geräte mit einem Command-and-Control-Server verbinden und dann wieder verschwinden.

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Anonymer Nutzer 29. Sep 2015

Neue hardware kostet halt enorm viel Geld. Und wenn die alte ihren Einsatzzweck noch...

Anonymer Nutzer 29. Sep 2015

Muss ich leider bestätigen ohne ins Detail gehen zu können. Aber die Struktur der IT war...

gadthrawn 29. Sep 2015

Defibrillator FRED easy Ethernet Oder CareLink sollten hier beide Zulassungen haben. ;-)

User_x 29. Sep 2015

...da bist du im kernspint. Und auf deinem röntgenbild erscheint Google was grad ddos 't...

derdiedas 29. Sep 2015

der neue Porsche Cayenne des Arztes mit der MRT und Röntgenpraxis aber auch. Was meint...



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