Abo
  • Services:

Router ins Terrorcamp

Schlechte Vorschläge kamen auch auf, nachdem 900.000 von der Telekom an die Kunden ausgegebene Router vom Mirai-Botnetz lahmgelegt wurden und als Reaktion teils mehrere Tage den Dienst versagten. Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann forderte, Handlungen "zur Vorbereitung eines Botnetzes" unter Strafe zu stellen. Im Raum stehen bis zu zehn Jahre Haft, wobei unklar ist, wie die strafbare Handlung zum Beispiel von legitimen Scans zum Auffinden von Sicherheitslücken unterschieden werden soll.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Bis heute ist daher unklar, wie dem Problem effektiv begegnet werden kann. Bisherige DDOS-Provider wurden meist nach einiger Zeit von den Behörden entdeckt, Server wurden beschlagnahmt oder mit Sinkholes unschädlich gemacht. Doch die vielen zehntausend verwundbaren Geräte im Netz werden auch weiterhin dort bleiben - bis sie von sich aus kaputtgehen.

Selbst wenn für einige der Geräte wider Erwarten Firmware-Updates entwickelt würden, so ist es unwahrscheinlich, dass diese tatsächlich bei einem relevanten Teil der Geräte ankommt. Es bleibt also nur, den unzähligen Geräten ein sozialverträgliches Frühableben zu wünschen.

Hersteller in die Pflicht nehmen

Kunden sollten Hersteller und Händler in die Pflicht nehmen, vor allem, wenn Geräte wie Router im Rahmen eines Vertragsverhältnisses angeboten werden. Gerade im Bereich der Internetserviceprovider gibt es viel Nachholbedarf, in den vergangenen Jahren wurden besonders im Bereich der Kabelmodems immer wieder Geräte mit zum Teil kritischen Sicherheitslücken ausgegeben, die durch einfache Sicherheitstests hätten gefunden werden können.

Und so bleibt zu hoffen, dass im kommenden Jahr die Hersteller Probleme bekommen, die sich nicht um die Sicherheit der eigenen Geräte kümmern. Dabei dürften staatliche Regulierungsvorgaben weitgehend ineffektiv sein, vor allem negative Kaufentscheidungen treffen die Hersteller.

Und da sind dann doch einmal die Nutzer gefordert, ihre Stärken auszuspielen und Android-Hersteller zu boykottieren, die keine Sicherheitsupdates ausliefern und Router-Hersteller zu ignorieren, die regelmäßig durch Sicherheitsprobleme auffallen. Und vor allem: Weniger Antivirus, mehr nachdenken.

 Virenscanner machen den Rechner verwundbar
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

serra.avatar 30. Dez 2016

einfach konsequent aus dem Netz nehmen, wer eine Gefahr für andere darstellt, ... wenn...

der_wahre_hannes 30. Dez 2016

"Sich sachkundig machen" würde im Falle eines Computers aber doch auch nur bedeuten, wie...

hjp 29. Dez 2016

Der Hersteller braucht kein Passwort.

hjp 29. Dez 2016

Prinzipiell keine schlechte Idee, nur: Wie aussagekräftig wäre ein solches Gütesiegel...

hjp 29. Dez 2016

A1? Die sind (oder waren vor ein paar Jahren) da recht radikal: Sie haben nicht nur Ports...


Folgen Sie uns
       


Dell Ultrasharp 49 (U4919DW) - Fazit

Dells neuer Super-Ultrawide-Monitor begeistert uns im Test als sehr guter Allrounder. Einzig einige Gaming-Features fehlen ihm.

Dell Ultrasharp 49 (U4919DW) - Fazit Video aufrufen
Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
Yuneec H520
3D-Modell aus der Drohne

Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.
Von Dirk Koller


    Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998): El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau
    Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998)
    El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau

    Golem retro_ Electronic Arts ist berühmt und berüchtigt für jährliche Updates und Neuveröffentlichungen. Was der Publisher aber 1998 für digitale Raser auffuhr, ist in puncto Dramatik bei Verfolgungsjagden bis heute unerreicht.
    Von Michael Wieczorek

    1. Playstation Classic im Test Sony schlampt, aber Rettung naht

    Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
    Machine Learning
    Wie Technik jede Stimme stehlen kann

    Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
    Ein Bericht von Felix Lill

    1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
    2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
    3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

      •  /