Abo
  • Services:
Anzeige
2016 war kei gutes Jahr für die IT-Sicherheit.
2016 war kei gutes Jahr für die IT-Sicherheit. (Bild: Nick Carter/CC-BY 2.0)

Virenscanner machen den Rechner verwundbar

Außerdem problematisch: Zahlreiche Virenscanner haben zum Teil kritische Sicherheitslücken, die das System der Nutzer angreifbarer machen, als es ohnehin schon ist. So installierte der Hersteller Comodo in seiner Internet-Security-Suite ungefragt einen Chromium-Browser ohne Same-Origin-Policy und einen ungesicherten Fernwartungsserver. In den Produkten von Norton und McAfee - beide benutzen letztlich die gleiche Scan-Engine - gab es kritische Sicherheitslücken, die die Ausführung von Code ermöglichten und auch Enterprise-Firewalls des Herstellers Kerio hatten gleich mehrere Sicherheitslücken.

IoT - Internet of Technikfails

Das andere große Problem des Jahres war für Sicherheitsexperten seit Jahren absehbar - das Internet of Things. Im September wurde das Blog des Sicherheitsforschers und Journalisten Brian Krebs von einer Armada gekaperter IP-Kameras, Toaster und anderer vernetzter Gerät angegriffen.

Anzeige

Und auch hier kann man kaum den Nutzern die Verantwortung für das Problem zuschreiben. Wer einen Wasserkocher mit App-Anbindung kauft, wird kaum daran denken, dass dieser unter Umständen Befehle von wildfremden Rechnern akzeptiert und ein Blog attackiert.

Sicherheitspaternalismus zum Schutz der Nutzer

Tatsächlich sollen Nutzer nach Ansicht renommierter Experten wie dem Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos am besten überhaupt nicht mit Sicherheitsabfragen konfrontiert werden. Stamos sagte auf der Black-Hat-Konferenz im Jahr 2014, Internetkonzerne müssten Nutzer mit einem "Sicherheitspaternalismus" vor falschen Entscheidungen schützen. Welcher Nutzer kann schon wissen, welche Verschlüsselung am besten geeignet ist, um das heimische WLAN abzusichern?

Also sind die Hersteller schuld, die Geräte nach wie vor mit Standardpasswörtern ausliefern oder die den WLAN-Sicherheitsschlüssel reproduzierbar aus der Mac-Adresse eines Routers ableiten. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen würden den Entwicklungsprozess minimal verlängern, auch Tests kosten Geld. Erst recht, wenn sie unabhängig durchgeführt werden.

Die Bundesnetzagentur meldete sich mit einem umstrittenen Vorschlag zu Wort: Wer ein infiziertes Gerät in seinem Netzwerk hat, das an einem Botnetz teilnimmt, solle damit rechnen, dass das Gerät providerseitig vom Internet getrennt wird. Das dürfte jedoch sehr viele unbedarfte Nutzer treffen, die nicht wissen, wie sie das Problem lösen sollen.

 IT-Sicherheit im Jahr 2016: Der Nutzer ist nicht schuldRouter ins Terrorcamp 

eye home zur Startseite
serra.avatar 30. Dez 2016

einfach konsequent aus dem Netz nehmen, wer eine Gefahr für andere darstellt, ... wenn...

der_wahre_hannes 30. Dez 2016

"Sich sachkundig machen" würde im Falle eines Computers aber doch auch nur bedeuten, wie...

hjp 29. Dez 2016

Der Hersteller braucht kein Passwort.

hjp 29. Dez 2016

Prinzipiell keine schlechte Idee, nur: Wie aussagekräftig wäre ein solches Gütesiegel...

hjp 29. Dez 2016

A1? Die sind (oder waren vor ein paar Jahren) da recht radikal: Sie haben nicht nur Ports...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Medion AG, Essen
  2. über Ratbacher GmbH, Stuttgart
  3. über Ratbacher GmbH, Berlin
  4. Daimler AG, Kirchheim unter Teck


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. F1 2016 24,99€, Killing Floor 2 13,49€, XCOM 2 Digital Deluxe Edition 21,99€)
  2. (-50%) 29,99€
  3. (-63%) 21,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Videoüberwachung

    Erster Feldversuch mit Gesichtserkennung geplant

  2. Optane Memory

    Intel lässt den Festplatten-Beschleuniger wieder aufleben

  3. Cryptowars

    "Kein geheimer Ort für Terroristen"

  4. Trello

    Atlassian setzt alles auf eine Karte

  5. Endless Runway

    Der Flughafen wird rund

  6. Square Enix

    Gladiolus startet ohne die anderen Jungs in Final Fantasy 15

  7. All Walls Must Fall

    Strategie und Zeitreisen in Berlin

  8. Breitbandmessung

    Nutzer erhalten meist nicht versprochene Datenrate

  9. Azure Service Fabric

    Microsoft legt wichtige Cloud-Werkzeuge offen

  10. Internet of Things

    Fehler in Geschirrspüler ermöglicht Zugriff auf Webserver



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Buch - Apple intern: "Die behandeln uns wie Sklaven"
Buch - Apple intern
"Die behandeln uns wie Sklaven"
  1. Patentantrag Apple will iPhone ins Macbook stecken
  2. Übernahme Apple kauft iOS-Automatisierungs-Tool Workflow
  3. Instandsetzung Apple macht iPhone-Reparaturen teurer

Lithium-Akkus: Durchbruch verzweifelt gesucht
Lithium-Akkus
Durchbruch verzweifelt gesucht
  1. Super MCharge Smartphone-Akku in 20 Minuten voll geladen
  2. Brandgefahr HP ruft über 100.000 Notebook-Akkus zurück
  3. Brandgefahr Akku mit eingebautem Feuerlöscher

Technik-Kritiker: Jaron Lanier will Facebook zerschlagen
Technik-Kritiker
Jaron Lanier will Facebook zerschlagen
  1. Dieter Lauinger Minister fordert Gesetz gegen Hasskommentare noch vor Wahl
  2. Messenger Facebook sagt "Daumen runter"
  3. Let's Play Facebook ermöglicht Livevideos vom PC

  1. Re: versprochene maximale Datenrate

    DreiChinesenMit... | 20:08

  2. Optane bzw. 3D-XPoint für Smartphones, Tablets

    cicero | 20:07

  3. Re: Warum nicht einfach verschlüsseln?

    deadeye | 20:07

  4. Re: Einfach nicht zahlen!

    Mett | 20:06

  5. Re: Nur Terroristen benutzen Verschlüsselung!

    Prinzeumel | 20:05


  1. 18:55

  2. 18:18

  3. 18:08

  4. 17:48

  5. 17:23

  6. 17:07

  7. 16:20

  8. 16:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel