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IT-Sicherheit: GI fordert Legalisierung von ethischem Hacken

Die Gesellschaft für Informatik fordert eine Reform des Computerstrafrechts sowie Rechtssicherheit für Sicherheitsforscher.
/ Nils Matthiesen
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GI fordert Reform des Computerstrafrechts. (Symbolbild) (Bild: Florian Holly / Pexels)
GI fordert Reform des Computerstrafrechts. (Symbolbild) Bild: Florian Holly / Pexels

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) verlangt umfassende Anpassungen im deutschen Computerstrafrecht und setzt sich für eine gesetzliche Entkriminalisierung von ethischem Hacken ein. In einem am 25. August 2026 veröffentlichten Whitepaper(öffnet im neuen Fenster) zur Reform des Computerstrafrechts fordert die GI neben den notwendigen Gesetzesänderungen vor allem einen verbesserten Umgang mit ehrenamtlichen Sicherheitsforschern.

Die GI kritisiert das Computerstrafrecht seit Langem, insbesondere die 2007 eingeführte Kriminalisierung von Hacking-Tools im Strafgesetzbuch. Die GI weist darauf hin, dass es bessere Ansätze gibt: Polen und Belgien machen vor, wie eine rechtssichere Sicherheitsforschung und eine würdevolle Wertschätzung von Menschen aussehen kann, die sich ehrenamtlich auf die Suche nach IT-Sicherheitslücken machen. Zusammen mit Akteuren aus der Industrie, Sicherheitsforschern und digitalpolitischen NGOs hat die GI Lösungsansätze entwickelt, wie eine Legalisierung in Deutschland gelingen kann.

Gefahren durch KI-Systeme und fehlende Anerkennung

Martin Wolf, Präsident der GI, betont die Relevanz der Initiative: Insbesondere Schwachstellen in IT-Systemen bieten große Angriffsmöglichkeiten für Kriminelle und staatliche Akteure. Das große Missbrauchspotenzial von KI-Systemen macht das frühzeitige Finden und Melden von Schwachstellen wichtiger denn je. Ehrenamtliche Hackerinnen und Hacker dürften dafür nicht länger mit Strafanzeigen statt Anerkennung belohnt werden. Die Bundesregierung müsse nun dringend handeln.

Forderungen an die Bundesregierung

Die GI und die Teilnehmerinnen sowie Teilnehmer der Konsultationen fordern eine Gesetzesänderung und damit die Entkriminalisierung von ethischem Hacken. Neben der Gesetzesänderung brauche es einen ganzheitlichen Ansatz, der neben Anpassungen der Gesetzgebung auch ein wirkungsvolles Meldeverfahren und eine aktive Meldekultur ermöglicht. Zudem stelle eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung ethischen Hackens einen wichtigen Baustein für eine resiliente Gesellschaft dar.

In ihrem Koalitionsvertrag hat sich die schwarz-rote Regierung bereits das Ziel gesetzt, Rechtssicherheit für die Cybersicherheitsforschung zu schaffen. Die GI und die Teilnehmer unterstützen dieses Vorhaben mit dem vorliegenden Whitepaper. Die Bundesregierung muss nun zügig eine Reform unter Beteiligung aller Betroffenengruppen initiieren.


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