IT-Sicherheit: Firmen investieren mehr als 10 Milliarden Euro in Security

Deutsche Wirtschaftsunternehmen sind ein lukratives Ziel für Cyberangriffe. Zwar wurde die für das Jahr 2021 ermittelte Schadenshöhe von 223 Milliarden Euro in den darauffolgenden Jahren nicht erreicht, doch das Niveau bleibt hoch. Als Konsequenz aus dieser Entwicklung erhöhen die Unternehmen ihre Investitionen in die Sicherheit ihrer IT deutlich.
Allein die Ausgaben für Sicherheitssoftware werden laut dem Branchenverband Bitkom(öffnet im neuen Fenster) in diesem Jahr um 16,9 Prozent steigen und damit ein Volumen von 5,2 Milliarden Euro erreichen. Bei Dienstleistungen wird mit einem Wachstum von zwölf Prozent auf 4,4 Milliarden Euro gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahr rechnet der Bitkom insgesamt mit einer Steigerung von 13,1 Prozent.
Das Investitionsvolumen der Unternehmen wird auf 10,5 Milliarden geschätzt. Auch im kommenden Jahr rechnet Bitkom mit einem weiteren Wachstum des Marktes. Die Ausgaben für IT-Sicherheit sollen dann nochmals um 13,6 Prozent auf 12 Milliarden Euro steigen.
Über 200 Millionen Euro Schaden durch Cyberkriminalität
Im vergangenen Jahr wurden die Gesamtschäden durch Cyberangriffe laut Statista(öffnet im neuen Fenster) auf rund 205,9 Milliarden Euro geschätzt.
Allein der Schaden, der durch das Verschlüsseln von IT-Systemen und den daran anschließenden Erpressungsversuchen mithilfe von Ransomware verursacht wird, wurde mit 16,1 Milliarden Euro beziffert. Auch die wachsenden geopolitischen Spannungen führen zu einer weiteren Zuspitzung.
Vor chinesischen Spionageversuchen hatten in der Vergangenheit bereits der britische Geheimdienst MI5 und das US-amerikanische FBI gewarnt . Und die Webseite der Deutschen Bahn war Ende vergangenen Jahres nach mutmaßlich von prorussischen Hackern ausgeübten DdoS-Attacken mehrfach kurzzeitig nicht erreichbar .



