IT-Security: Sicherheitslücke konnte Wasserwerke und Kraftwerke lahmlegen

Ein Buffer Overflow ermöglicht es Hackern, eine in Infrastrukturanlagen viel genutzte Software anzugreifen - per Ddos oder Fremdcode. Die Lücken seien auch bereits ausgenutzt worden. Mittlerweile soll ein Patch zur Verfügung stehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Software im Kraftwerk anzugreifen, kann große Schäden verursachen.
Die Software im Kraftwerk anzugreifen, kann große Schäden verursachen. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

IT-Security-Forscher des Unternehmens Tenable Security haben eine Sicherheitslücke entdeckt, die in essentieller Infrastruktursoftware auftritt. Über einen Buffer Overflow könnten Angreifer Zugriff auf ein Netzwerk erhalten, eine Denial-of-Sevice-Attacke starten oder böswilligen Code ausführen. Betroffen sind die Programme Indusoft Web Studio und Intouch Machine Edition vom Entwickler Schneider Electric. Beide werden beispielsweise in Wasserwerken, Gaskraftwerken oder Ölraffinerien eingesetzt, um die dortige Maschinerie zu verwalten und zu steuern - kritische Anlagen, bei denen Fehlfunktionen große Schäden anrichten können.

Lücke bereits ausgenutzt

Stellenmarkt
  1. IT-Generalist (m/w/d)
    SaluVet GmbH, Bad Waldsee
  2. Solution Architect (m/w/d) medizinische Dokumentation
    KBV Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin
Detailsuche

Tenable-Chef Tom Parsons kommentiert die Sicherheitslücken folgendermaßen: "Aktuelle Berichte der US-Behörden Homeland Security und NCSC weisen auf ein Interesse von feindlich gestimmten Staaten an kritischer Infrastruktur hin." Wie das britische IT-Magazin The Register schreibt, seien die Lücken auch bereits von ungenannten Angreifern ausgenutzt worden. Wer als feindlich gestimmter Staat eingestuft wird, sagte Parsons nicht. Es ist jedoch beispielsweise bekannt, dass russische Hacker sich Zugang zu US-amerikanischen Energiewerken, Gewerbeanlagen und sogar in nukleare Einrichtungen beschafft haben sollen. Das berichten das FBI und Homeland Security.

In den letzten drei Monaten arbeiteten Schneider Electric und Tenable an mehreren Patches (PDF). Die Lücken sollten also mittlerweile wieder geschlossen sein - vorausgesetzt Kunden aktualisieren ihre Software regelmäßig. Trotzdem findet Tenable-Produktchef Dave Cole solche Sicherheitslücken „sehr beunruhigend, da sie Angreifern das Potential in die Hand geben, schweren Schaden an Einrichtungen zu verursachen, "die sprichwörtlich unsere Gemeinden versorgen".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fernwartung
Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat

Wie schätzt man die weitere Geschäftsentwicklung ein, wenn die Kunden in der Pandemie plötzlich Panikkäufe machen? Das gelang bei Teamviewer nicht.
Ein Bericht von Achim Sawall

Fernwartung: Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat
Artikel
  1. Pluton in Windows 11: Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren
    Pluton in Windows 11
    Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren

    Die neuen Windows-11-Laptops kommen mit dem Chip Pluton. Lenovo will diesen aber noch nicht selbst aktivieren.

  2. Netzneutralität: Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe
    Netzneutralität
    Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe

    Die beiden großen Internetkonzerne Google und Meta verweisen im Gespräch mit Golem.de auf ihren Beitrag zur weltweiten Infrastruktur wie Seekabel und Connectivity.

  3. Probefahrt mit BMW-Roller CE 04: Beam me up, BMW
    Probefahrt mit BMW-Roller CE 04
    Beam me up, BMW

    Mit futuristischem Design und elektrischem Antrieb hat BMW ein völlig neues Fahrzeug für den urbanen Bereich entwickelt.
    Ein Bericht von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 989€ • The A500 Mini Retro-Konsole mit 25 Amiga-Spielen vorbestellbar 189,90€ • RX 6800 16GB 1.129€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ Ghz • WD Black 1TB inkl. Kühlkörper PS5-kompatibel 189,99€ • Switch: 3 für 2 Aktion • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /