Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

IT-Sabotage: Netzwerktechniker legt IT von Ölfirma lahm - vier Jahre Haft

Wer die Server seines Arbeitgebers aus Rache für eine Kündigung lahmlegt, wird in den USA hart bestraft. "In der heutigen Zeit sind solche Angriffe verheerend", erklärte Bezirksstaatsanwalt Booth Goodwin.
/ Achim Sawall
44 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Bezirksstaatsanwalt Booth Goodwin (Bild: Büro des Bezirksstaatsanwalts Booth Goodwin)
Bezirksstaatsanwalt Booth Goodwin Bild: Büro des Bezirksstaatsanwalts Booth Goodwin

Der frühere Netzwerktechniker des Öl- und Gasunternehmens Enervest in den USA ist zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Wie die Staatsanwaltschaft bekanntgab(öffnet im neuen Fenster), hatte sich Ricky Joe M. im Januar 2014 bereits schuldig bekannt, die IT der Firma sabotiert zu haben, nachdem er im Juni 2012 von seiner Kündigung erfahren hatte.

Bevor sein Zugang gesperrt werden konnte, hatte M. die Server des Unternehmens auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt, die Kühlanlagen der IT deaktiviert und die Datenreplikation abgeschaltet. Er war nach Dienstschluss in das Büro gegangen. Laut Angaben des Büros des Bezirksstaatsanwalts Booth Goodwin war die IT des Unternehmens danach für 30 Tage nicht mehr voll funktionsfähig.

"Stellen Sie sich vor, dass das Computernetzwerk Ihres Unternehmens für einen Monat lahmliegt", sagte Goodwin in der Erklärung. "In der heutigen Zeit sind solche Angriffe verheerend." Und der Beklagte habe nicht nur Enervest geschadet, sondern auch seinen ehemaligen Kollegen, den Kunden von Enervest und schließlich den Verbrauchern.

Der Verurteilte muss zudem Schadensersatz in Höhe von 428.000 US-Dollar und eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 US-Dollar zahlen. Bei guter Führung können rund 100 Tage Haft erlassen werden. Als Höchststrafe wären zehn Jahre Haft und drei Jahre unter staatlicher Aufsicht möglich gewesen.

Die Handlungen des Technikers hätten bei dem Unternehmen einen Schaden in Höhe von 1 Million US-Dollar verursacht. Enervest habe Hunderttausende US-Dollar ausgegeben, um die Daten auf den Netzwerkservern wiederherzustellen. Doch einige der Daten seien für immer verloren gewesen.


Relevante Themen