In Diskussionen ist Visualisierung besonders wichtig

Eine Orientierung für die Gestaltung einer klaren Darstellung zu einem schwierigen Thema gibt diese Checkliste:

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  • Wir verfassen eine Art Lexikoneintrag für unsere Kernaussage. In wenigen Sätzen fassen wir die wesentlichen Punkte knapp und kompakt zusammen. Der erste Absatz eines Wikipedia-Artikels könnte ein Ausgangspunkt sein.
  • Wir zerlegen den Eintrag in seine Kernbegriffe. Dabei unterstreichen wir die wesentlichen Begriffe, streichen Füllwörter und unwichtige Ergänzungen. Auf diese Weise nähern wir uns weiter dem Kern der Beschreibung.
  • Wir übersetzen die Kernbegriffe in eine visuelle Syntax. Dabei nutzen wir Bilder, Piktogramme und Grafiken. Gleichzeitig betrachten wir die Beziehung der Objekte. Wir verbinden Abhängigkeiten (Pfeile), zeigen die zeitliche Abfolge (Zeitachse) oder kennzeichnen Ursache-Wirkungsbeziehungen.
  • Wir erstellen daraus ein eigenes Infogramm.

In Diskussionen ist es häufig so, dass sich Gruppen vor allem mündlich austauschen - bis jemand sich überwindet, den Stift aufnimmt und mit dem Zeichnen beginnt. Ab diesem Moment entstehen gemeinsame Bilder und die Diskussion kommt auf ein neues Level. Viele Meeting-Teilnehmer scheuen sich davor und behaupten "Ich kann nicht zeichnen".

Das ist Quatsch. Denn motorisch gesehen ist Schreiben viel schwieriger als Zeichnen. Was oft fehlt, sind Übung und Selbstvertrauen. Beides lässt sich aber trainieren. Im Netz finden sich viele Anregungen dafür (siehe unten).

Auch für Diskussionen gilt: Jede Form der Visualisierung hilft, das gemeinsame Verständnis zu verbessern. In großen Runden sollte zudem jemand moderieren, Ergebnisse sichern und die Diskussion für alle sichtbar darstellen. Inzwischen gibt es sogar den Beruf Visual Faciliator.

Tipps für die Visualisierung in Diskussionen sind:

  • Bekannte Werkzeuge nutzen: Um die Diskussion fortlaufend zu erfassen, müssen Moderatoren ihre Werkzeuge sehr gut beherrschen. Bei der Prozessmodellierung müssen die Funktionen des Editors klar sein, im UML-Werkzeug muss jeder Klick sitzen. Werden Stift und Papier verwendet, müssen auch diese Werkzeuge eingeübt sein.
  • Die Visualisierung muss für alle Teilnehmer gut sichtbar sein. Das heißt: Flipchart, Whiteboard und gegebenenfalls einen zweiten Beamer benutzen.
  • Praktisch sind Werkzeuge, deren Inhalte sich nachträglich neu strukturieren lassen. Das trifft für alle Softwarewerkzeuge für Brainstorming (Mind Manager, XMind und so weiter) oder digitale Whiteboards (MS Teams Whiteboard, Mural.co etc.) zu. Bei der Verwendung von Stift und Papier bieten sich Moderationskarten oder Klebezettel an.
  • Schön ist nicht wichtig, der Fokus liegt auf der Darstellung von Zusammenhängen.

  • Die Darstellung der Gefahr durch die Coronavirus-Pandemie (Bild: Wikimedia Commons)
  • Wann ist welche Darstellung angebracht? (Tabelle: Markus Kammermeier)
  • Dieses Diagramm ist anspruchsvoll - und für Laien deswegen kaum lesbar. (Bild: Universität Würzburg)
  • Klebezettel helfen bei der Entwicklung eines Projekts. (Bild: Markus Kammermeier)
  • Beispiel für eine Cloud-Architektur (Bild: Markus Kammermeier)
  • Die Geschichte ist als Bild besser verständlich. (Bild: Markus Kammermeier)
Klebezettel helfen bei der Entwicklung eines Projekts. (Bild: Markus Kammermeier)

Inzwischen bieten auch Profis ihre Dienste an, um Meetings zu begleiten.

Für die Dokumentation wandert der Fokus wieder auf Vollständigkeit und Korrektheit. Visualisierungen in Dokumentationen unterstützen die Nachvollziehbarkeit. Hier werden je nach Anwendungsfach die etablierten Darstellungsformen genutzt, nämlich

  • für die Prozesse BPMN, EPK und so weiter,
  • für die Softwareentwicklung UML,
  • für die Systemarchitektur Architekturmodelle (unter anderem UML) und
  • für Datenmodelle ER-Diagramme.

In IT-Projekten sind die Zielgruppe für die Dokumentation in der Regel fachkundige Dritte. Der Anspruch an Vollständigkeit steigt mit der Nähe zur Implementierung. Gerade UML-Diagramme für die Software-Entwicklung haben einen hohen Anspruch an die Vollständigkeit.

Hier die drei Anwendungsfelder noch einmal kompakt zusammengefasst:

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  • Die Darstellung der Gefahr durch die Coronavirus-Pandemie (Bild: Wikimedia Commons)
  • Wann ist welche Darstellung angebracht? (Tabelle: Markus Kammermeier)
  • Dieses Diagramm ist anspruchsvoll - und für Laien deswegen kaum lesbar. (Bild: Universität Würzburg)
  • Klebezettel helfen bei der Entwicklung eines Projekts. (Bild: Markus Kammermeier)
  • Beispiel für eine Cloud-Architektur (Bild: Markus Kammermeier)
  • Die Geschichte ist als Bild besser verständlich. (Bild: Markus Kammermeier)
Wann ist welche Darstellung angebracht? (Tabelle: Markus Kammermeier)
 Beim Präsentieren ist weniger mehrVon Powerpoint bis StarUML 
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peddy_hh 31. Okt 2020

Wir benutzen seid einigen Jahren Lucidchart. Lässt sich in confluence, jira usw. als...

minnime 30. Okt 2020

Naja, soo intelligent sind Informatiker auch nicht, das denken nur manche Exemplare der...

minnime 29. Okt 2020

Wahrscheinlich kann auch kaum jemand wirklich BPMN, die Studenten jedenfalls vergessen...

minnime 28. Okt 2020

Beim mitschreiben muss man aber aufpassen, bei manchen Leuten nicmmt das was sie da...

Lemo 28. Okt 2020

Kannst du so lange machen bis du Risiken verschweigst und mal was schiefgeht. Dann wird...


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