Beim Präsentieren ist weniger mehr

Sie brauchen die richtige Darstellungsform, das ist klar. Die Form hängt aber wiederum von der Situation ab, in der erklärt werden soll. Grundlegend lassen sich drei Szenarien unterscheiden: Präsentation, Diskussion und Dokumentation.

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Bei der Präsentation soll den Teilnehmenden ein Thema begreifbar gemacht werden und es soll sie begeistern. Meist geht es darum, eine klare Kernbotschaft zu vermitteln. Bekannte Beispiele sind die Keynote-Ansprachen von Tech-Unternehmen wie Apple oder Microsoft. Im Alltag werden in Präsentationen oft neue Projekte, Produkte oder der Projektfortschritt vorgestellt.

Häufig ist die Mehrzahl der Teilnehmenden nur wenig mit dem Thema vertraut. Daher müssen Erklärungen und Darstellungen sehr einfach und präzise sein. Bei der Vorbereitung hilft vor allem folgende Frage: "Was kann ich noch weglassen, ohne den Kerninhalt zu schwächen?" Erst wenn alles Unnötige entfernt ist, ist die Präsentation fertig.

Ein Beispiel für eine sehr zielgerichtete visuelle Darstellung war 2020 zu Beginn der Coronavirus-Pandemie flatten the curve. Die Botschaft lautete: Die Infektionszahlen müssen sich über einen längeren Zeitraum verteilen, dann kann das Gesundheitssystem besser damit umgehen.

Dieser Sachverhalt wurde in einer klaren Grafik zusammenfasst:

  • Die Darstellung der Gefahr durch die Coronavirus-Pandemie (Bild: Wikimedia Commons)
  • Wann ist welche Darstellung angebracht? (Tabelle: Markus Kammermeier)
  • Dieses Diagramm ist anspruchsvoll - und für Laien deswegen kaum lesbar. (Bild: Universität Würzburg)
  • Klebezettel helfen bei der Entwicklung eines Projekts. (Bild: Markus Kammermeier)
  • Beispiel für eine Cloud-Architektur (Bild: Markus Kammermeier)
  • Die Geschichte ist als Bild besser verständlich. (Bild: Markus Kammermeier)
Die Darstellung der Gefahr durch die Coronavirus-Pandemie (Bild: Wikimedia Commons)

Eine gute Darstellung vereint diese Faktoren (nach Blah Blah Blah: What To Do When Words Don't Work von Dan Roam):

  • Die Nachricht ist klar.
  • Die Idee ist einfach.
  • Das Ziel ist Transparenz.
  • Die Darstellung orientiert sich an der Zielgruppe.

Ein weiteres Beispiel für geniale Darstellungen sind U-Bahn-Pläne. Die Idee eines abstrahierten Netzplans ist erst knapp 100 Jahre alt. Zuvor wurde versucht, die Pläne geografisch korrekt abzubilden. Das führte zu einer Ballung der Stationen im Stadtzentrum und zu schlechter Lesbarkeit. Erst 1933 entwarf der Brite Harry Beck einen topologischen Plan und verzichtete auf die geografisch korrekte Darstellung. Sein Ansatz wurde zum Vorbild für Netzpläne weltweit.

Beide Beispiele zeigen zwei Dinge deutlich:

Alle Modelle sind falsch, aber manche sind nützlich. Denn ein Modell zeigt immer nur einen Ausschnitt aus der Realität. Es konzentriert sich auf die wesentlichen Informationen. Unwichtiges wird vernachlässigt. Die erste Darstellung flatten the curve vernachlässigt die Achsenbeschriftung. Die U-Bahn-Pläne ignorieren die tatsächlichen Maßstäbe.

Gute Darstellungen in Präsentationen entstehen nicht spontan. Zentrale Darstellungen entstehen in Iterationen. Jeder IT-Experte, der seine Kernaussagen für andere greifbar machen möchte, wird seine Darstellungen mehrfach überarbeiten müssen und auch dürfen. Nach jedem Gespräch, nach jeder Vorstellung wird es neue Hinweise geben, wie die zentrale Botschaft noch klarer herausgearbeitet werden kann. Dabei zählt vor allem die Rückmeldung der Zielgruppe.

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 Wie vermitteln ITler ihre Bilder?In Diskussionen ist Visualisierung besonders wichtig 
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peddy_hh 31. Okt 2020

Wir benutzen seid einigen Jahren Lucidchart. Lässt sich in confluence, jira usw. als...

minnime 30. Okt 2020

Naja, soo intelligent sind Informatiker auch nicht, das denken nur manche Exemplare der...

minnime 29. Okt 2020

Wahrscheinlich kann auch kaum jemand wirklich BPMN, die Studenten jedenfalls vergessen...

minnime 28. Okt 2020

Beim mitschreiben muss man aber aufpassen, bei manchen Leuten nicmmt das was sie da...

Lemo 28. Okt 2020

Kannst du so lange machen bis du Risiken verschweigst und mal was schiefgeht. Dann wird...


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