IT-Konzern: IBM hat ein Drittel aller Stellen in Deutschland abgebaut

IBM hat in der Zeit von 2007 und 2017 rund 7.100 Stellen in Deutschland abgebaut. Das entspricht 34 Prozent, also mehr als einem Drittel der Belegschaft. Das berichtet die Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf das Handelsregister für die zuletzt 13 IBM-Gesellschaften in Deutschland.
Im Jahr 2007 hatte der IT-Konzern in Deutschland noch 20.600 Beschäftigte, im vergangenen Jahr waren es nur noch rund 13.500. Ein Konzernsprecher erklärte der Wirtschaftswoche, dass IBM Mitarbeiterzahlen nach Ländern nicht offenlege.
Den Stellenabbau hat das Unternehmen meist durch Verkäufe von Sparten und Auslagerungen vollzogen.
IBM Deutschland verkauft gegenwärtig Teile seiner Sparte IBM Global Technology Services (GTS) an Bechtle. Die Auslagerung betrifft deutschlandweit Supportstellen im mittleren dreistelligen Bereich.
Es handelt sich um mehrere Hundert Beschäftigte in der Software-Wartung und -Implementierung bei IBM-Unternehmenskunden, die bis Mitte des Jahres im Zuge eines Betriebsteilübergangs zu Bechtle wechseln sollen. Golem.de berichtete im Dezember 2017 unter Berufung auf die Gewerkschaft Verdi, dass IBM Käufer für Teile von GTS in Deutschland sucht. Damals war nach ersten Einschätzungen von bis zu 1.000 Betroffenen die Rede. Wie das britische IT-Onlinemagazin The Register berichtete, wurde auch in Großbritannien ein Stellenabbau bei IBM Global Business Services angekündigt.
IBM Global Business Services bietet Systemintegration, Application Management Services, Management- und Strategie-Consulting. Im Sommer 2017 hatte IBM laut Verdi auf Druck einen Stellenabbau durch betriebsbedingte Kündigungen zurückgenommen. Damals hatte IBM die Revisionen in Kündigungsschutzverfahren zurückgezogen. Erstinstanzlich hatte der gewerkschaftliche Rechtsschutz zuvor alle Kündigungsschutzklagen gewonnen.



