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IT-Jobs: Mehr Frauen studieren Informatik

Im Jahr 2016 stieg der Frauenanteil etwas stärker als die Gesamtzahl der Informatik-Erstsemesterstudierenden. Doch das reicht vielen noch nicht: Kinder sollten so früh wie möglich begeistert und Mädchen besonders gefördert werden, fordert der Bitkom.
/ Achim Sawall
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Kinder so früh wie möglich begeistern: Programmierkurs am Hasso-Plattner-Institut (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Kinder so früh wie möglich begeistern: Programmierkurs am Hasso-Plattner-Institut Bild: Achim Sawall/Golem.de

Mehr Frauen entscheiden sich für ein Informatik-Studium. Die Zahl der Studienanfängerinnen in Informatikstudiengängen stieg im Jahr 2016 um 5,2 Prozent auf 8.966 nach 8.519 im Vorjahr. Das berichtet der IT-Branchenverband Bitkom(öffnet im neuen Fenster) am 25. April 2018 unter Berufung auf das Bundesamt für Statistik. Damit stieg der Frauenanteil etwas stärker als die Gesamtzahl der Neueinschreibungen für ein Informatikstudium, die um 4,8 Prozent auf 39.018 zulegte. Mit einem Anteil von knapp einem Viertel (23 Prozent) sind Frauen unter den Informatik-Studienanfängern jedoch weiter deutlich unterrepräsentiert.

Die Gesellschaft für Informatik (GI) hatte im November 2017 unter Berufung auf das Statistische Bundesamt berichtet, dass die Zahl der Studienanfängerinnen der Informatik um 8,8 Prozent zurückgegangen sei. "Wir beziehen uns nicht auf vorläufige, sondern auf endgültige Zahlen des Statistischen Bundesamts. Endgültige Zahlen liegen nur für 2016, nicht aber für 2017 vor. Auch berücksichtigen wir in unserer Aufstellung nicht nur das Wintersemester 2016/17, sondern zusätzlich auch das Sommersemester 2016 – jeweils Studierende im ersten Hochschulsemester im Fach Informatik", sagte demgegenüber Bitkom-Sprecher Bastian Pauly Golem.de auf Anfrage. So erklärten sich die abweichenden Daten.

IT: Gemischte Teams kreativer und kommunikativer

Bitkom-Bildungsexpertin Natalie Barkei erklärte: "Kinder sollten so früh wie möglich für digitale Technologien begeistert und schon im Grundschulalter an das Programmieren herangeführt werden. Mädchen müssen dabei besonders gefördert werden, denn die Erfahrung zeigt, dass auch die talentiertesten ihr Interesse an MINT-Fächern verlieren, wenn die Förderung ausbleibt." Zudem fehle es vor allem an weiblichen Vorbildern.

Auch in der Internetwirtschaft fehlen weibliche Fachkräfte. "Auf offene Positionen für Programmierer und IT-Experten bewerben sich je nach Position nur rund 10 bis 20 Prozent Frauen", sagte Lucia Falkenberg, Chief People Officer (CPO) des Eco – Verband der Internetwirtschaft. Der Frauenanteil bei Bewerbungen sei in den vergangenen Jahren leicht gestiegen, decke jedoch bei weitem nicht den Bedarf. Gemischte Teams seien kreativer und kommunikativer und in Arbeitsprozessen effektiver, wie zahlreiche Studien und Praxisbeispiele zeigten, erklärte Falkenberg.


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