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IT-Jobs: "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

IT-Arbeitgeber jammern deutschlandweit über Fachkräftemangel. Das Problem haben diejenigen weniger, die besonders gute Arbeitsbedingungen für das bestehende Team schaffen.

Artikel von Juliane Gringer veröffentlicht am
ITler sind oft schwer zu finden, deshalb sollte man sie halten.
ITler sind oft schwer zu finden, deshalb sollte man sie halten. (Bild: Unsplash)

IT-Mitarbeiter für sein Unternehmen zu begeistern und zu behalten, scheint derzeit eine der größten Herausforderungen des Arbeitsmarktes in Deutschland zu sein. Immer mehr Studien belegen diesen Fachkräftemangel und Medien vermelden dabei immer neue Rekorde. "Natürlich ist der Wettbewerb um Talente in keiner Branche so hoch wie in der IT", sagt Andreas Schubert, Geschäftsführer von Great Place to Work Deutschland, das zu Unternehmenskultur berät und Arbeitgeber zertifiziert. "Aber bevor man nach außen glänzen, also neue Mitarbeiter finden kann, sollte man nach innen wirken und die Kultur im Unternehmen verbessern. Einzelne kosmetische Lösungen oder wenig glaubwürdige Employer-Branding-Konzepte sind der falsche Weg."

Inhalt:
  1. IT-Jobs: "Jedes Unternehmen kann es besser machen"
  2. Motivation geht von der Geschäftsführung aus

Der richtige Weg laut Schubert: Ein ganzheitlicher Ansatz - eine Unternehmens- und Arbeitsplatzkultur, in der sich Mitarbeiter wertgeschätzt, ernstgenommen und wohl fühlen. "Das hemmt die Fluktuation und hat auch direkte wirtschaftliche Effekte. Die Mitarbeiter müssen einbezogen und die Lösungen gemeinsam mit ihnen auf Augenhöhe entwickelt werden. Talente binden ist der erste Schritt, Talente finden der zweite. Und letztlich bedingt das eine das andere." So setzt es auch das Berliner Unternehmen Projektron um, das die webbasierte Projektmanagement-Software Projektron BCS entwickelt und vertreibt. Es wurde bereits fünfmal in Folge als Great Place to Work ausgezeichnet und kann Bewerber unter anderem mit rund 50 Prozent Frauenquote, flexiblen Arbeitszeiten und Teilzeitmodellen beeindrucken.

Für Personalmanagerin Sandra Gerhardt sind das alles keine Verzweiflungstaten: "Wir haben das von Anfang an so gelebt. Jeder hat es in der Hand, es besser zu machen". Wie die meisten IT-Unternehmen sucht Projektron kontinuierlich und ganz klassisch über eine Dauerstellenanzeige nach neuen Mitarbeitern. Darüber hinaus setzt das Team auf öffentliche Präsenz: "Wir zeigen uns bei Podiumsdiskussionen, legen viel Wert auf Öffentlichkeitsarbeit, Mitarbeiter halten Vorträge und nehmen an Arbeitgeberwettbewerben teil", sagt Gerhardt. Das Unternehmen wurde bereits mehrmals für seine Personalarbeit ausgezeichnet: unter anderem als familienfreundlichstes Unternehmen im Land und für Chancengleichheit sowie Diversity.

Flexible Arbeitszeiten und Teilzeitmodelle

Mit derzeit mehr als 90 Mitarbeitern an vier Standorten ist das Unternehmen seit seiner Gründung 2001 kontinuierlich gewachsen. Entwicklerin Kathrin Eichler kam vor einem Jahr dazu. Sie hatte zuvor zehn Jahre lang in einem Forschungsinstitut in befristeten Projekten gearbeitet. Aus dieser Unsicherheit wollte sie sich befreien und suchte einen Job in der Industrie. "Für mich war es besonders wichtig, in Teilzeit zu arbeiten und ich habe in Bewerbungsgesprächen vorher mehrmals erlebt, dass ich mit diesem Wunsch große Bedenken ausgelöst habe", erzählt sie. "Bei Projektron hat man mich gefragt, wie viel ich arbeiten will - flexiblere Modelle sind hier ganz selbstverständlich. Ich habe eine Vier-Tage-Woche und freitags immer frei, aber ich kann diesen Tag auch mal unkompliziert tauschen."

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Ihr ist auch ein kollegialer Austausch sehr wichtig. "Ich bin bei Projektron auf ein aufgeschlossenes Team gestoßen, in dem wir uns gemeinsam unterstützen", sagt Eichler. "Wir arbeiten Scrum-basiert und auch auf Code-Ebene tauschen wir Wissen aus - um Fehler zu verhindern, aber vor allem, um voneinander zu lernen." Ganz praktisch gefallen ihr auch die gute technische Ausstattung am Arbeitsplatz und die Veranstaltungen für Mitarbeiter: Sommerfest, Sportevents oder ein regelmäßig stattfindendes gemeinsames Mittagessen.

Mit der ersten Mitarbeiterin, die aus der Elternzeit zurückkam und nicht mehr Vollzeit arbeiten wollte, hat das Unternehmen die Möglichkeiten für flexibles Arbeiten geschaffen. Das ist laut Andreas Schubert die richtige Herangehensweise: "Um zu entscheiden, welche Maßnahmen sinnvoll sind, sollte ein Unternehmen den Bedarf erheben und sich fragen: 'Wo stehen wir?'. Das ist letztlich nur möglich, wenn man seine Mitarbeiter belastbar befragt und die Erkenntnisse konsequent umsetzt." Er verweist auf das so genannte Grassroot-Prinzip: "Unternehmen sollten die Mitarbeitenden zu den Umsetzern machen. Das tun sie, indem sie ihr Feedback ernst nehmen und sie einbeziehen. Nur so lassen sich die Kultur und die Bedingungen am Arbeitsplatz verbessern."

Motivation geht von der Geschäftsführung aus 
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Michael H. 07. Nov 2018

Mein Chef macht das recht gut... der bezahlt uns gerne jede Schulung die wir haben...

Michael H. 07. Nov 2018

Mal von den anderen Beispielen abgesehen, kommt es zwar ganz auf die Firma an, aber...

Michael H. 07. Nov 2018

Das geht mir hier allgemein in der kompletten Diskussion ab. Direkt nach der Uni 50k...

Jack0fAllRaids 05. Nov 2018

Wozu da bitteschön differenzieren, wenn man - sobald man sich für Männerrechte einsetzen...

magicmat 01. Nov 2018

Keine Ahnung welche persönliche Verbindung die Autorin oder Golem mit dem Unternehmen...


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