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Motivation geht von der Geschäftsführung aus

Die Teilzeitmodelle bei Projektron sind nicht nur für Eltern zugänglich, sondern auch in anderen Lebenssituationen: "Einige Kollegen arbeiten ab und zu zu Hause, ein Mitarbeiter hat sich längere Zeit um ein erkranktes Familienmitglied gekümmert und brauchte dafür Freiraum. Das hat alles funktioniert. Wenn man den Mitarbeitern entgegenkommt, wächst auch das Vertrauen", sagt Gerhardt. Die Motivation gehe direkt von der Geschäftsführung aus - und die müsse auch immer mitziehen: "Man muss erkennen, dass in jedem Mitarbeiter Potenzial steckt. Und eine Mutter mit drei Kindern schafft vielleicht in 20 Arbeitsstunden mehr als jemand ohne Kinder, da sie besser organisiert ist." So gab es beispielsweise eine hoch qualifizierte Mitarbeiterin, die in der Probezeit schwanger geworden ist: "Die Geschäftsführung hat sich mit ihr gefreut und eine geplante Gehaltserhöhung vorgezogen." Flexible Modelle erfordern aber auch eine tiefgreifende Organisation: "Wir sind sehr prozessorientiert und alle Prozesse sind klar definiert", erklärt Gerhardt. "Wir dokumentieren viel und schreiben alles auf. Dadurch ist alles transparent und es können jederzeit Kollegen übernehmen, wenn jemand in den Urlaub geht oder krank wird."

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Auch Fairness sei dabei immer ein wichtiges Thema: "Wie jemand arbeitet, ist keine Einzelfallentscheidung, sondern wir kommunizieren an alle, was wir möglich machen und was nicht. Diese offene Kommunikation wird von den Mitarbeitern sehr geschätzt." Die Optionen seien in der Regel mitarbeitergetrieben - entstehen also aus dem realen Bedarf heraus. "Natürlich stoßen wir hier auch an Grenzen und können nicht alles in jeglicher Tiefe verwirklichen", sagt Gerhardt. "Wenn jemand ein Sabbatical machen möchte, dann funktioniert das für bis zu sechs Monate gut, für längere Auszeiten kommen wir ins Gespräch, um Wege zu finden, den Bedürfnissen, die dahinter stecken, gerecht zu werden."

Junge Talente selbst fördern

Es fehlt in der IT besonders an erfahrenen Führungskräften - Projektron reagiert darauf unter anderem damit, junge Talente selbst zu fördern. Auch deshalb engagiert sich das Unternehmen stark in der Hochschularbeit: Es ist zum Beispiel auf kleineren Hochschulmessen präsent - und kommt dort in Kontakt mit Informatikstudenten. In enger Zusammenarbeit mit Dozenten der Berliner Hochschulen FU und HTW führen sie Projekte mit Studenten durch: Im Informatikstudiengang wird an Aufgaben gearbeitet, deren Ergebnisse in die Software fließen können. Die Teilnehmer lernen das Unternehmen kennen und arbeiten direkt in der Entwicklung mit. "Es ist einfach schwierig, Leute zu finden und nicht nur deshalb setzen wir auf junges Potenzial", sagt Gerhardt. "Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass Berufsanfänger, die bei uns einsteigen, besonders lange bleiben."

Für Entwicklerin Kathrin Eichler ist besonders diese Kommunikation auf Augenhöhe ein wichtiger Faktor für ihre Zufriedenheit im Job, genau wie eine wertschätzende und vertrauensvolle Atmosphäre: "Wenn ich Fehler mache, dann werde ich nicht dafür bestraft, sondern sie sind der Anlass, dass ich so unterstützt werde, dass dieser Fehler nicht wieder passiert", erklärt sie.

Junge Kollegen bekommen im Unternehmen einen Mentor als verlässlichen Ansprechpartner an die Seite gestellt. Es gibt Pläne zur Einarbeitung und die Nachwuchskräfte werden von Anfang an in die Praxis integriert. "Wir schauen auf die individuellen Potenziale und ermöglichen den Mitarbeitern möglichst früh, selbst Projekte zu übernehmen, um in der Praxis zu lernen." Die Betreuung ist eng, allein im ersten halben Jahr nach dem Einstieg eines neuen Mitarbeiters ins Unternehmen werden drei Mitarbeitergespräche geführt: "Dort können sich alle gegenseitig Feedback geben."

Die Mitarbeiter sollen laut Andreas Schubert die Suche nach neuen Kollegen unterstützen und mitgestalten: "Die Unternehmenskultur zu verbessern ist natürlich eine Führungsaufgabe, aber sie umzusetzen, ist an alle Mitarbeiter adressiert. Die richtigen Talente zu finden ist eine gesamtunternehmerische Verantwortung." Das gelte insbesondere angesichts höchster Transparenz, beispielsweise durch digitale Bewertungsportale. "Darin liegt eine Chance", sagt Schubert. "Wenn die Mitarbeiter die Attraktivität kommunizieren, die sie selbst erleben, die entsprechenden Foren nutzen und transparent machen, wie die Arbeitsbedingungen in einer Firma wirklich sind, machen sie damit die Kultur von außen erlebbar. Sie werden zu Botschaftern ihres Unternehmens."

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Michael H. 07. Nov 2018

Mein Chef macht das recht gut... der bezahlt uns gerne jede Schulung die wir haben...

Michael H. 07. Nov 2018

Mal von den anderen Beispielen abgesehen, kommt es zwar ganz auf die Firma an, aber...

Michael H. 07. Nov 2018

Das geht mir hier allgemein in der kompletten Diskussion ab. Direkt nach der Uni 50k...

Jack0fAllRaids 05. Nov 2018

Wozu da bitteschön differenzieren, wenn man - sobald man sich für Männerrechte einsetzen...

magicmat 01. Nov 2018

Keine Ahnung welche persönliche Verbindung die Autorin oder Golem mit dem Unternehmen...


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