IT-Jobs: Gutes Onboarding spart viel Geld

Mit der Einarbeitung werden neue Mitarbeiter ans Unternehmen gebunden. Firmen, die das Onboarding nicht gut machen, haben hohe vermeidbare Kosten.

Artikel von Peter Ilg veröffentlicht am
Manche helfen beim Aufstieg, andere beim Einstieg.
Manche helfen beim Aufstieg, andere beim Einstieg. (Bild: Pixabay)

Seine erste Stelle hatte Jan-Hendrik Stendenbach falsch gewählt. "Nach halbjähriger Probezeit habe ich mich für einen Wechsel entschieden, weil es einfach nicht gepasst hat", sagt der 27-Jährige. Der Berufseinsteiger hat einen Bachelor und Master in Wirtschaftsingenieurwesen und nach dem Studienabschluss in dem Unternehmen in der Inhouse-IT-Beratung angefangen.

Schon während der Probezeit suchte er eine andere Stelle und trat diese übergangslos an. Seit März ist er bei Conet, einem IT-Beratungshaus in Hennef, angestellt. "Von Anfang an fühle ich mich hier willkommen und gebraucht. Die Einarbeitung ist prima, sie gibt mir ein gutes Gefühl, mich richtig entschieden zu haben."

Es sieht ganz danach aus, dass der junge Ingenieur diesmal bleibt - auch dank eines durchdachten Onboardings, also der Einarbeitung. Wie wichtig schon allein aus wirtschaftlicher Sicht eine erfolgreiche Integration neuer Mitarbeiter ist, zeigt ein Rechenbeispiel von Sabine Cox, Personalleiterin von Conet: "Bis neue Beschäftigte bei uns einen Arbeitsvertrag unterschreiben, hatten wir Kosten von rund 8.000 Euro."

Gehen sie schnell wieder, kommen die Ausgaben für die Einarbeitung dazu, Projekte verzögern sich, weil wieder Personal fehlt, und die erneute Suche kostet abermals Geld. Wenn Mitarbeiter während der Probezeit kündigen, ist das ein finanzieller Verlust für ein Unternehmen.

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"Ein erfolgreiches Onboarding ist deshalb ein wirtschaftlicher Gewinn für jede Firma", sagt Cox. Dabei ist der finanzielle Aspekt nicht einmal zentral. "Die Zufriedenheit der Mitarbeiter und Kunden ist uns viel wichtiger", so die Personalerin.

Ein Pate holte ihn ab

Durch eine gute Einarbeitung sind beide mit Conet zufrieden: Die Kunden werden von engagierten Mitarbeitern bedient und die Neuen wollen sich weiterentwickeln. Nur wer mit seinem Arbeitgeber zufrieden ist, strengt sich an. Die Grundlage dafür schafft die Integration in der Firma, das Onboarding.

  • Bei seinem neuen Arbeitgeber fühlt sich Jan-Hendrik Stendenbach gut aufgenommen. (Bild: Conet)
  • Julie Glaesner ist bei Brandmauer IT Organisationsentwicklerin und zuständig fürs Recruiting und Onboarding. (Bild: Brandmauer IT)
  • "Bis neue Beschäftigte bei uns einen Arbeitsvertrag unterschreiben, hatten wir Kosten von rund 8.000 Euro", sagt die Personalleiterin von Conet, Sabine Cox. (Bild: Conet)
Bei seinem neuen Arbeitgeber fühlt sich Jan-Hendrik Stendenbach gut aufgenommen. (Bild: Conet)
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Stendenbachs erster Arbeitstag bei Conet war, wie er sagt, "angenehm und stressfrei". Er bekam vorher einen Brief nach Hause geschickt, in dem stand, wann und wohin er kommen sollte. Dort hat ihn sein Pate zum Arbeitsbeginn abgeholt, mit ihm einen Rundgang durch die Firma gemacht und ihm die coronabedingt wenigen Kollegen vorgestellt, die vor Ort waren. In der Mittagspause sind die beiden ins Zentrum von Hennef gefahren, dort hat ihm der Pate gezeigt, wo man gut zu Mittag essen kann. Stendenbach kommt aus Köln und ist deshalb dankbar für solche Alltagstipps.

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''Einarbeitung ist ein Dauerthema bei uns'' 
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Enrico der Eunuche 29. Okt 2021 / Themenstart

Nehm doch einfach Win+L

Landorin 28. Okt 2021 / Themenstart

Hatte vorher schon mal irgendwo gelesen, dass die Loyalität eines Mitarbeiters bzw. Seine...

JE 28. Okt 2021 / Themenstart

Ja, ich habe ähnliches erlebt - völlig exotische Programmiersprache, keinerlei...

JE 28. Okt 2021 / Themenstart

Gut, aber die Einarbeitung ist nach ein paar Wochen noch nicht vorbei. Auch danach...

Oktavian 28. Okt 2021 / Themenstart

Das kommt drauf an, das ist schon okay. Gerade für die Juniors, die vielleicht zum...

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