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IT-Jobs: Ein Jahr als Freelancer

Sicher träumen nicht wenige festangestellte Entwickler, Programmierer und andere ITler davon, sich selbstständig zu machen. Unser Autor hat vor einem Jahr den Schritt ins Vollzeit-Freelancertum gewagt und bilanziert: Vieles an der Selbstständigkeit ist gut, aber nicht alles. Und: Die Freiheit des Freelancers ist relativ.

Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel veröffentlicht am
Als IT-Freiberufler sollte man lieber nicht ins kalte Wasser springen, sondern vorher testen.
Als IT-Freiberufler sollte man lieber nicht ins kalte Wasser springen, sondern vorher testen. (Bild: Pixabay)

Ich habe den Ratgebern für eine eigene berufliche Identität nie geglaubt: "Finden Sie das, was Ihnen Spaß macht!" Toller Ratschlag. Für mich war Arbeit immer Arbeit und keine spaßige Berufung, deswegen heißt es ja auch Arbeit. Zeit gegen Geld, die Rechnung ist für mich einfach. Seit einem Jahr bin ich nun Vollzeit-Freiberufler und unter anderem in der IT-Branche als Projektmanager unterwegs. Und neben der nicht wegzuzaubernden Arbeit macht das tatsächlich meistens Spaß. In diesem Artikel berichte ich über die Anfänge, die Stolpersteine und habe für alle angehenden und zukünftigen IT-Freelancer ein paar Ratschläge, die mir geholfen haben, eine selbstbestimmte berufliche Existenz aufzubauen.

Die IT-Branche leidet seit Jahren an einem Fachkräftemangel. Das bedeutet, dass man sich etwa als fähiger Entwickler die Jobs fast aussuchen kann. Denn alle Unternehmen, von den Automobilherstellern bis zu den immer zahlreicher werdenden Startups, suchen fähige IT-Spezialisten für den digitalen Wandel. Vielleicht war die Zeit niemals besser, den Schritt in die Freiberuflichkeit zu wagen.

Aller Anfang ist leichter, als man denkt!

Mit dem Slogan "Es beginnt mit dir" wirbt derzeit Jogi Löw auf allen Kanälen für Pflegeprodukte. Diese Erkenntnis trifft tatsächlich nicht nur auf die morgendliche Waschroutine zu, sondern auch auf das Dasein als Freiberufler. Denn am Anfang steht die persönliche Entscheidung. Und damit auch der Wille, dem Ziel der Selbstständigkeit nachzujagen. Jagen ist in diesem Zusammenhang ein guter Begriff, denn auch ein Löwe läuft nicht nur unermüdlich der Beute nach, er lauert auf der Jagd, verhält sich manchmal ruhig und ist doch außergewöhnlich fokussiert.

Ich bin, ehrlich gesagt, nicht erst seit einem Jahr selbstständig, sondern habe mich schon vor Jahren dazu entschlossen und gezielt nach Nebenjobs gesucht, die man zusätzlich zur regulären Arbeit, also vor 9 Uhr und nach 18 Uhr, angenehm erledigen kann. Dabei war ich nicht auf eine bestimmte Branche fokussiert, sondern habe mich ausschließlich an meinen persönlichen Interessen orientiert.

Stellenmarkt
  1. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  2. ING DiBA, Frankfurt am Main

Ich habe im Sportverein eine Trainerstelle angenommen, mich bei verschiedenen Unternehmen als freier Texter zur Mitarbeit beworben und ein paar eigene Projekte umgesetzt, die ich mir schon länger vorgenommen hatte. Zum Beispiel wollte ich das Erstellen von Webseiten mit Wordpress lernen und ein grundsätzliches Verständnis für Aktien und die Börse entwickeln. Mit diesem Wissen habe ich dann Webseiten gegen Lohn erstellt oder mir meinen eigenen Sparplan gebaut. Dieser Anfang war relativ leicht, denn neben dem grundsätzlichen Willen, Angefangenes auch zu Ende zu bringen, war die Sicherheit des Angestelltenverhältnisses immer noch da. Und was ich zusätzlich getan habe, hat mir die meiste Zeit Spaß gemacht. War es zäh, habe ich mir zumindest sagen können: "Du machst das hier freiwillig, du könntest jederzeit aufhören."

Warum ist dieser Spaß so wichtig?

Spaß ist oftmals die Quelle von Motivation. Jeder kennt das Gefühl, wenn man zwei Stunden länger bei der Arbeit bleibt, um eine Aufgabe zu erledigen, die man nicht machen möchte, schon gar nicht von Herzen. Die Zeit zieht sich unendlich und doch will man die Aufgabe erledigen, sie könnte ja der Karriere dienlich sein. Wenn man sich aber abends auf Youtube Videotutorials zum Erstellen cooler Webseiten mit Wordpress anschaut und das Gefühl hat, nützliches Wissen aufzusaugen, vergehen zwei Stunden wie im Flug.

Mit meinen ersten, kleineren Nebenjobs konnte ich bereits Erfahrungen mit einem eigenen Gewerbeschein sammeln. Zusätzlich haben mir Freiberufler aus dem Bekanntenkreis dazu geraten, portioniert zu denken, also mit kleineren Arbeiten anzufangen. Wenn man sich neben der regulären Arbeit gleich zu viel zumutet, fühlt man sich schnell überfordert und findet den Gedanken der Freiberuflichkeit überfordernd und angsteinflößend.

Mit den eigenen Erfahrungen und diesen hilfreichen Hinweisen war ich bereit, den Einstieg in die vollständige Selbstständigkeit zu gehen. Ich würde tatsächlich jedem empfehlen, mit überschaubaren zusätzlichen Arbeiten anzufangen und zu schauen, ob das erforderliche Maß an Selbstorganisation vorhanden ist. Diese Variante ist risikoärmer, als alles auf eine Karte zu setzen, zu kündigen und gleich komplett selbstständig loszulaufen. (Achtung: Bei manchen nebenberuflichen Tätigkeiten muss der Arbeitgeber zustimmen).

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Schritt zwei und die ersten Hürden 
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Chris7326 26. Feb 2020

Geniale Beschreibung, vielen Dank. Mir geht es aktuell so: Bin gerade aus Asien zurück...

sahirschah 27. Jan 2019

hallo, so nachtrag zu diesem projekt ... nach nur 9 tagen wurde das projekt mit...

sg-1 23. Jan 2019

Das Problem ist doch, dass jemand ohne Programmierkenntnisse sich gar nicht vorstellen...

DreiChinesenMit... 22. Jan 2019

Bin mir ziemlich sicher, dass es das mal gab auf dieser Seite. Ich weiß noch von einem...

freebyte 21. Jan 2019

Naja, gescheit quoten kannst Du nicht und das fällt unter "social skills". Für mich ist...


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