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Pensionen fallen deutlich üppiger aus als Renten

"Unsere Personalgewinnung scheitert vor allem an den Laufzeiten der Einstellung", sagt Linn. Wenn alles gut geht, dauert das immer noch ein halbes Jahr. Bürokratie zieht den Einstellungsprozess in die Länge. Weil die Bundespolizei eine Sicherheitsbehörde ist, werden Bewerber vom Bundesamt für Verfassungsschutz überprüft, etwa ob sie in geordneten Verhältnissen leben und politisch aktiv sind. Dieses Verfahren dauert allein bis zu drei Monaten.

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Punkten können Behörden mit der Verbeamtung ihrer Mitarbeiter, was die Bundespolizei ausnahmslos macht. "In der Wirtschaft wird die Rente nach dem Durchschnitt aller Einzahlungen berechnet, bei der Pension aufgrund des Einkommens der letzten beiden Jahre", sagt Linn. Weil Einkommen am Beginn des Arbeitslebens niedriger und am Ende höher sind, fallen Pensionen deutlich üppiger aus als Renten.

IT.NRW ist zwar auch ein Betrieb des öffentlichen Dienstes, die Mitarbeiter sind aber zum größten Teil keine Beamte, sondern Angestellte. In diesem Unternehmen gibt es offene IT-Stellen en masse. "Zum Jahresbeginn waren es 250, jetzt sind es immer noch 240", sagt Klaus Rittinger, stellvertretender Personalratsvorsitzender des Landesbetriebes, der zentraler IT-Dienstleister für die Landesverwaltung von Nordrhein-Westfalen ist und zugleich Statistisches Landesamt.

Privatwirtschaft bietet bis zu 1.500 Euro mehr im Monat

Rittinger ist freigestellter Personalrat und war davor Programmiergruppenleiter im IT-Betrieb. "Aufgrund meiner jetzigen Funktion bin ich regelmäßig bei Vorstellungsgesprächen mit dabei und weiß aus diesen, dass private Unternehmen Informatikern, die frisch von der Hochschule kommen, bis zu 1.500 Euro monatlich mehr bieten, als wir das können", sagt Rittinger.

Weil der öffentliche Dienst beim Gehalt gegen private Unternehmen chancenlos ist, haben die Tarifparteien mit einer neuen Entgeltordnung die Möglichkeit geschaffen, Mitarbeiter im öffentlichen Dienst besser zu vergüten. So können die Beschäftigten höher eingruppiert werden. Aktuell steigen Informatiker bei IT.NRW nach dem Tarifvertrag der Länder je nach Erfahrung mit der Entgeltgruppe E 10 oder E 11 ein, das sind 3.288 Euro beziehungsweise 3.346 Euro brutto. Nach der neuen Entgeltordnung ist ein Einstieg oder Aufstieg bis E 13 möglich, was beim Einstieg 500 Euro monatlich mehr bedeutet.

"Der Bund und die Kommunen haben die neue Ordnung bereits umgesetzt, bei uns wird sie erst zum 1. Januar 2021 eingeführt, was ein Nachteil für die Länder ist, aber immerhin ein richtiger Schritt in die richtige Richtung", findet Rittinger. Die neue Entgeltverordnung ist für die Arbeitgeber verpflichtend, die Zulagen nach dem Fachkräftegewinnungsgesetz sind freiwillige Leistungen.

"Wer zu uns kommt, ist häufig jung oder im fortgeschrittenen Alter", sagt Rittinger. Die Jungen kommen, weil sie gut aus- und weitergebildet werden und wechseln dann in die besser zahlende Privatwirtschaft. Ältere haben dort schon ausreichend verdient und suchen im Betrieb eine Stelle, die eine gute Work-Life-Balance zulässt. Und da ist der öffentliche Dienst sehr stark - und unschlagbar bei der Arbeitsplatzsicherheit.

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 Ein Gesetz soll die Gehaltsunterschiede verringern
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Marek_ 05. Okt 2019

Zum Norden und Westen Niedersachsens kann ich nicht sagen, aber zur "Metropol"-Region H...

esky 24. Sep 2019

SAP direkt zahlt im Vergleich zu anderen Unternehmen nicht sonderlich gut. Trotzdem habe...

Mopsmelder500 20. Sep 2019

auf deren Webseite - und ein paar Anzeigefehler. Und " Wir suchen tausend...

Belgarion2001 20. Sep 2019

Die sind noch nicht alle von MS-DOS 6.22 umgeschult ;)

StMe 19. Sep 2019

dem kann ich nur beipflichten. habe mich vor 2 Jahren interessehalber beim Landratsamt...


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