Abo
  • IT-Karriere:

IT-Jobmarkt: Frauen verlangen zu wenig, Männer zu viel Gehalt

Eine Studie des IT-Jobportals 4Scotty zeigt deutliche Unterschiede bei der Bezahlung von Frauen und Männern, die möglicherweise von den Frauen selbst ausgehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Frauen sind in der IT in Deutschland immer noch unterrepräsentiert.
Frauen sind in der IT in Deutschland immer noch unterrepräsentiert. (Bild: /CC0 1.0)

Frauen, die das auf IT-Berufe spezialisierte Jobportal 4Scotty nutzen, verlangen als Jahresgehalt für Neuanstellungen im Durchschnitt 50.400 Euro, Männer dagegen 66.500 Euro - also knapp ein Drittel mehr. Das geht aus einer Erhebung von 4Scotty hervor, bei der etwa 17.300 Profile des Portals exklusiv für Golem.de ausgewertet wurden.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Stuttgart
  2. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau

Die Differenz ist bei den von Arbeitgebern angebotenen Gehältern geringer. Diese bieten Frauen durchschnittlich ein Jahresgehalt von 56.800 Euro an, Männern 60.600 Euro, also 6,7 Prozent mehr als Frauen. Frauen verlangen von sich aus demnach deutlich weniger Gehalt, als sie letztlich angeboten bekommen, Männer hingegen deutlich mehr.

Augenscheinlich wenige Unterschiede

Dabei zeigen sich sonst zunächst nur wenige Unterschiede zwischen Frauen und Männern, die diese Diskrepanz erklären könnten. So ist die Berufserfahrung von Frauen mit durchschnittlich 5,8 Jahren nicht bedeutend geringer als die der Männer mit 7,6 Jahren.

Darüber hinaus gibt es auch keine nennenswerten Unterschiede bei der gewünschten Art der Beschäftigung (Freelancer, Remote, Permanent). Die Frauen sind mit 83 Prozent Masterabschlüssen sogar deutlich besser ausgebildet als Männer, von denen nur 68 Prozent einen Masterabschluss besitzen.

Frauen klar unterrepräsentiert

Einen signifikanten Unterschied zeigt die Erhebung von 4Scotty aber doch. So sind überhaupt nur 6,1 Prozent aller Interessierten bei dem Portal Frauen. Die Approval-Rate, also von 4Scotty in sein Jobportal aufgenommene weibliche Kandidaten, ist in etwa gleich hoch wie die Rate der Bewerberinnen.

Unternehmen, die über das Portal Mitarbeiter suchen, haben nur 4,6 Prozent ihrer Jobangebote an Frauen verschickt. Frauen, die Führungsrollen wie CIO, CTO oder als Entwicklungsleiterin suchen, machen nur 1,8 Prozent aller Nutzer der Plattform aus. Allerdings sind rund 24 Prozent der Bewerber, die Führungsrollen anstreben, Frauen.

Frank Geßner, Mitbegründer von 4Scotty sagte dazu: "Der Anteil von Frauen in der IT in anderen Ländern wie den USA oder Indien ist viel höher als bei uns in Deutschland. Das deutet auf vorwiegend soziale Ursachen bei uns. Wenn bei uns den Frauen weniger eingeredet wird, dass dies nichts für sie ist, oder wenn schon Mädchen positive Erfahrung mit Programmierung vermittelt wird, dann werden immer mehr Frauen Zugang zu den hochbezahlten IT-Jobs finden."

Golem.de kooperiert mit 4Scotty. Unter dem Navigationspunkt "IT-Köpfe" in der grauen Leiste unter dem Golem.de-Header können Interessierte ihr Profil einstellen und sich von Arbeitgebern finden lassen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 4,99€

aLpenbog 08. Mai 2017

Wahrscheinlich dachte er sich, genauso wie ich, dass das eher eine Antwort im...

hjp 06. Mai 2017

Systemadministration kann man so oder so betreiben. Zwischen Turnschuhadministration und...

reichhart 06. Mai 2017

Bezüglich "fiktiv": Es ist wohl eher so, dass DU in einem Traumland lebst. Du solltest...

Hakuro 06. Mai 2017

Die DDR-Vergleiche lese ich auch oft auf hardcore Ferministen Blogs. Letztens noch im CRE...

amagol 05. Mai 2017

Zumal man nicht vergessen darf, dass es eine extreme Informationsasymmetrie gibt. Der...


Folgen Sie uns
       


Mordhau Gameplay

Klirrende Klingen und packende Kämpfe mit bis zu 64 Spielern bietet das in einem mittelalterlichen Szenario angesiedelte Actionspiel Mordhau.

Mordhau Gameplay Video aufrufen
Homeoffice: Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
Homeoffice
Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst

Homeoffice verspricht Freiheit und Flexibilität für die Mitarbeiter und Effizienzsteigerung fürs Unternehmen - und die IT-Branche ist dafür bestens geeignet. Doch der reine Online-Kontakt bringt auch Probleme mit sich.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Headhunter ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
  3. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?

LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Chromium: Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen
Chromium
Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen

Build 2019 Wie sieht die Zukunft des Edge-Browsers aus und was will Microsoft zum Chromium-Projekt beitragen? Im Gespräch mit Golem.de gibt das Unternehmen die vage Aussicht auf einen Release für Linux und Verbesserungen in Google Chrome. Bis dahin steht viel Arbeit an.
Von Oliver Nickel

  1. Insiderprogramm Microsoft bietet Vorversionen von Edge für den Mac an
  2. Browser Edge auf Chromium-Basis wird Netflix in 4K unterstützen
  3. Browser Microsoft lässt nur Facebook auf Flash-Whitelist in Edge

    •  /