IT-Infrastruktur: Die EU soll 8 Milliarden Euro für Supercomputer ausgeben

In der Rede zur Lage der Union äußert sich EU-Präsidentin von der Leyen auch zum ethischen Umgang mit KI. Der Ansatz: Mensch vor Maschine.

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Die EU will es mit großen Anbietern aufnehmen.
Die EU will es mit großen Anbietern aufnehmen. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Als aktuelle Präsidentin der Europäischen Union hat sich Ursula von der Leyen zu technologischen Plänen in Europa geäußert. In der Rede zur Lage der Union hat sie verkündet, dass EU-Länder 8 Milliarden Euro in die "nächste Generation der Supercomputer" investieren werden. Das sind Projekte wie Rhea, die bereits laufen. Außerdem sei es wichtig, Geld in Mobilfunknetze und Techniken wie 5G, 6G und Glasfaseranbindungen zu stecken. "Wenn wir uns ein Europa der gleichen Startchancen auf die Fahnen schreiben, dann kann es nicht sein, dass 40 % der Menschen in ländlichen Gebieten immer noch ohne Zugang zu schnellen Breitbandverbindungen sind", sagt von der Leyen in der Rede.

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Neben Supercomputern und schnellerem Internet soll die EU auch einen eigenen Mikroprozessor "der nächsten Generation" entwickeln. Dabei handelt es sich vermutlich um den Chip für Supercomputer, der vom französischen Unternehmen Sipearl auf ARM-Basis entwickelt wird. Der Chip basiert auf der Rhea-Plattform basieren, die auch bei Graviton1 und 2 von Amazon Web Services zum Einsatz kommt. Auch die Integration der offenen Befehlsatzarchitektur Risc-V ist in Planung.

Ob die 8 Milliarden Euro für Supercomputer auch in die Entwicklung eines Chips für High Performance Computing fließen, erläutert von der Leyen nicht. Es wird ebenso kein konkreter Plan für den 5G-Ausbau oder Projekte wie Gaia-X besprochen. Die Gelder für diese Vorhaben sollen allerdings unter anderem aus 20 Prozent des Nextgeneration-EU-Pakets kommen, welches Europa aus der Coronapandemie führen und Aufbauarbeit leisten soll. Auch will die EU mit dem Ausbau der Infrastruktur Menschen wieder in ländliche Regionen locken.

Mensch im Mittelpunkt

Die Maßnahmen werden in den nächsten Jahren umgesetzt werden - von der Leyen spricht von der "digitalen Dekade", die bis 2030 andauern wird. Dabei sollen auch Maßnahmen entstehen, wie die EU mit Techniken wie künstlicher Intelligenz und dessen ethischer Anwendung umgeht. "Wir in Europa wollen ein Regelwerk, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt", sagt die EU-Präsidentin. Dabei will sie Daten, die in der Industrie gesammelt werden, besser auswerten und zugänglich machen. Das wäre ihrer Meinung nach etwa durch gemeinsame Datenräume verschiedener Branchen möglich, die standardisiert sind.

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Wie sich das letztlich in der Praxis zeigen wird, wurde nicht im Detail erklärt. Allerdings markiert 2020 den Anfang der "digitalen Dekade". In zehn Jahren sehen wir, was tatsächlich umgesetzt wurde.

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