IT-Infrastruktur: Crowdstrike macht wieder Probleme
Nur wenige Wochen ist es her, seitdem durch einen Ausfall der Falcon-Sensoren von Crowdstrike weltweit IT-Systeme ausgefallen sind. Mit dieser Software ausgestattete Computer konnten nach einem fehlerhaften Firmware-Update nicht mehr richtig booten und mussten oft manuell und vor Ort repariert werden. Es scheint, als habe das Unternehmen nun erneut mit Problemen zu kämpfen. Crowdstrike-Kunden berichten von merklichen Performance-Einbrüchen bei ihren Systemen. Mittlerweile wurde das Problem wieder behoben.
Der Grund laut Hersteller: Offenbar generiere ein Sensor zu viel Traffic, was zu Systemverlangsamungen führen könne. Crowdstrike veröffentlichte die Infonachricht auf der offiziellen Webseite(öffnet im neuen Fenster). Auf Reddit wurde die Nachricht ebenfalls verbreitet(öffnet im neuen Fenster), da die Crowdstrike-Infoseite einen Account erfordert.
"Zusammenfassung: Crowdstrike untersucht derzeit ein Problem mit einem Clouddienst, mit dem der Sensor innerhalb der EU-1 Falcon Cloud synchron kommuniziert. Der Sensor generiert möglicherweise mehr Datenverkehr zur Cloud und kann zu Problemen mit der Systemleistung führen, da er mehr Zeit benötigt, um Entscheidungen im Zusammenhang mit Erkennungen zu treffen", heißt es in der Nachricht.
Nur Verlangsamung, keine Ausfälle
Das Problem äußert sich bei den Kunden durch verlangsamte Systeme. Einige User(öffnet im neuen Fenster) deinstallierten den Crowdstrike-Dienst deshalb, um die gewohnte Leistung wiederherzustellen. Andere Kunden haben die Crowdstrike-Endpoints über ihre Firewall geblockt, dadurch können die Probleme offenbar umgangen werden. Betroffen sind wohl sowohl Mac- als auch Windows-Systeme, die mit Crowdstrike ausgestattet sind.
Es handele sich hier nicht um einen kompletten Ausfall, denn betroffene Systeme funktionierten weiterhin. Nur könne es vorkommen, dass diese nicht mehr wie gewohnt schnell reagierten. Auch das könne durch Kaskadeneffekte Probleme bereiten. Aktuell arbeite Crowdstrike intern an einer Lösung des Vorfalls.
Nachtrag vom 23. August 2024, 11:03 Uhr
Crowdstrike hat das Problem behoben und eine Stellungnahme verfasst. Das Unternehmen sagt: "CrowdStrike hat heute Morgen ein Cloud-Leistungsproblem identifiziert und behoben, das bei einem kleinen Teil der EU-Cloud-Kunden zu Systemverzögerungen geführt hatte. Dies steht nicht im Zusammenhang mit dem Channel-File-291-Vorfall. Alle Kunden waren während des gesamten Vorfalls geschützt."