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IT in Europa: Coronakrise wirkt sich merklich auch auf Serververkäufe aus

Seit Beginn der Coronakrise ist der Server absatz in Deutschland um fast ein Drittel zurückgegangen. Daran schuld ist auch der Chipmangel .
/ Oliver Nickel
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Es werden immer weniger Server gekauft. (Bild: Pixabay.com)
Es werden immer weniger Server gekauft. Bild: Pixabay.com / Pixabay License

Der Markt für Server-Hardware steht unter Druck: 2021 wurden erneut wesentlich weniger Server in europäischen Nationen verkauft. Das hat das Marktforschungsunternehmen Context(öffnet im neuen Fenster) herausgefunden ( via The Register(öffnet im neuen Fenster) ). Etwa 19.021 Server wurden im dritten Quartal 2021 innerhalb von 18 Ländern verkauft. Darunter sind auch Märkte wie das Vereinigte Königreich, Frankreich und Deutschland.

Verglichen wurden die Zahlen mit dem dritten Quartal 2019. Zu dieser Zeit wurden Verkäufe noch nicht von der Corona-Pandemie beeinflusst. In Deutschland seien 30 Prozent weniger Server abgesetzt worden. In Großbritannien sind es 25 Prozent, in Frankreich 11 Prozent.

Der Grund ist für Context klar: Durch die Pandemie sei der Wechsel auf hybride Serverstrukturen – also die Einbindung von Cloud-Ressourcen in die eigene Infrastruktur – beschleunigt worden. Gleichzeitig nutzen IT-Teams vorhandene Ressourcen besser aus, sodass es zu weniger Over-Provisioning, also dem Vorhalten nicht genutzter Rechenkapazitäten, kommt.

Weniger Chips, weniger Server

Ein weiterer Grund ist der weiterhin anhaltende Chipmangel, der im Serverbereich sich größtenteils auf Microcontroller, Netzwerkkarten, RAID-Controller und andere Komponenten auswirken sollte. Daher können Produkte nicht in ausreichender Menge bereitgestellt werden. Laut dem Marktforschungsinstitut Canalys steigen Preise im Serversektor weiter an, während die Wartezeiten auf Komponenten länger werden.

"Wir haben auf ein Abprallen mit anschließender Erholung nach Covid-19 gewartet. Aber es sieht danach aus, als ob das derzeit nicht passieren wird" , sagt Analyst Gurvan Meyer dem Magazin The Register. Stattdessen hat es den Anschein, als würde der Trend nicht abnehmen. Das gilt nicht nur für die Serverbranche, sondern etwa auch gestiegende Preise und Lieferengpässe bei Endkundenhardware (Konsolen, Grafikkarten, Chips) oder Automobilen.


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