Abo
  • Services:

Mightifier sorgt für Komplimente

Lehrer Perttu Kuronen sitzt an einer Seite der großen roten Couchlandschaft in der Mitte des großen Raums. Er verwendet heute mit seiner dritten Klasse die App Mightifier, dafür hat er zahlreiche Zettel mit QR-Codes vor sich liegen. Mightifier soll die soziale Kompetenz der Schüler verbessern: Der Grundgedanke ist, dass die Kinder sich gegenseitig Nachrichten schicken, in denen sie sich sagen, was sie am jeweils anderen schätzen. So soll das Miteinander gefördert und sichergestellt werden, dass auch schüchterne Schüler in den Klassenverband integriert werden.

  • Der zentrale Unterrichtsraum der Elementarschule von Kalasatama in Helsinki (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In der Schule verteilt stehen PCs für die Schüler bereit. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine feste Sitzordnung gibt es nicht, die Klassen werden in einer Art Couchlandschaft unterrichtet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf Sitzsäcken sitzend verwenden die Schüler die App Mightifier. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Lehrer teilt den Schülern per QR-Code Mitschüler zu, denen aufmunternde Nachrichten geschickt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die App Big Bang Legends hingegen bringt den Schülern spielerisch das Periodensystem bei. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Spiel der Angry-Birds-Macher beinhalten Figuren, deren Eigenschaften denen der chemischen Elemente entsprechen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das zentrale Klassenzimmer der Schule in Kalasatama (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die App Mightifier im Einsatz (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Nutzung von Computern gehört für die Schüler zum Unterrichtsalltag. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Auf Sitzsäcken sitzend verwenden die Schüler die App Mightifier. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Hanseatisches Personalkontor, Schwenningen
  2. Robert Bosch GmbH, Leonberg

Mit den Nachrichten sollen Schüler eigene Fähigkeiten erkennen können, die sie von sich aus womöglich gar nicht bei sich vermutet hätten. Die App wird in Finnland bereits in zahlreichen Schulen eingesetzt, auch in den USA wird das Programm verwendet, wie uns Kirsi Haapamäki von Mightifier erklärt.

Mightifier soll das Gruppenklima verbessern

Die Anwendung von Mightifier im Unterricht ist reglementiert, die Schüler schreiben nicht einfach drauflos. Vor Kuronen sitzen ungefähr zehn Kinder, jedes hat ein iPad vor sich liegen. Kuronen teilt QR-Codes aus, die den Schülern zeigen, wem sie eine Nachricht schreiben sollen. So wird sichergestellt, dass auch jeder eine Nachricht bekommt und die Kinder nicht nur Freunden etwas schicken. Routiniert scannen die Mädchen und Jungs den Code mit ihren iPads und der Mightifier-App ein und machen sich ans Werk.

Die Atmosphäre ist konzentriert; wir haben nicht das Gefühl, dass die Kinder die aktuelle Übung als Spaß oder Belohnung für anderweitiges, langweiliges Lernen empfinden. Sicherheitshalber werden alle verfassten Nachrichten vom Lehrer an seinem iPad kontrolliert, damit nicht doch einer der Schüler etwas Gemeines schreibt. Die Schüler können mit Mightifier Punkte verdienen, mit denen sie beispielsweise ihrer Avatar-Figur einen neuen Hut verpassen können. So gibt es neben dem Erhalt positiver Nachrichten noch eine weitere Langzeitmotivation.

Im Gespräch mit Kuronen zeigt sich der Pädagoge vom Konzept der App überzeugt: "Die Kinder freuen sich, wenn sie die positiven Nachrichten bekommen. Die App verbessert das Gruppenklima." Eine Gefahr, dass die Schüler zu lange vor Mightifier sitzen, sieht Kuronen nicht: "Ich benutze die App mit den Kindern im Unterricht nur zwischendurch, vielleicht fünf Minuten lang." Dann geht der normale Unterricht weiter.

In einem kleineren Nachbarraum beschäftigen sich Kinder mit einer weiteren finnischen Lern-App: Big Bang Legends.

 IT in der Schule: Die finnische Modellschule hat Tablets statt SchreibtischeMit Big Bang Legends spielend das Periodensystem lernen 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)
  3. (u. a. 3 Blu-rays für 20€, Boxsets im Angebot, Serien zum Sonderpreis)

SangsisuLangen 18. Dez 2017

Laut Text werden IPads verwendet. Werden diese von der Schule bezahlt wird es ganz schön...

SangsisuLangen 18. Dez 2017

Also ein Arbeitsblatt kostet 10ct und nicht 200¤+ Ist im Zweifel auch schnell kopiert und...

Pixxel 16. Dez 2017

Aber uralte Holzstühle, schlecht und klein kopierte Arbeitsblätter und bis zu ~5-7kg...

Slurpee 16. Dez 2017

Vielleicht liegt das einfach an deiner Sauklaue?

gast22 16. Dez 2017

Ja, du bist wahrscheinlich zynisch. Es sind kleine Kinder. Die sind ehrlich, ehrlicher...


Folgen Sie uns
       


Bundesregierung über Lernsoftware gehackt - Bericht

Der Hacker-Angriff auf die Bundesregierung erfolgte offenbar über eine Lernsoftware.

Bundesregierung über Lernsoftware gehackt - Bericht Video aufrufen
God of War im Test: Der Super Nanny
God of War im Test
Der Super Nanny

Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
Von Peter Steinlechner

  1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

Underworld Ascendant angespielt: Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge
Underworld Ascendant angespielt
Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge

Wir sollen unser Können aus dem bahnbrechenden Ultima Underworld verlernen: Beim Anspielen des Nachfolgers Underworld Ascendant hat Golem.de absichtlich ein kaputtes Schwert bekommen - und trotzdem Spaß.
Von Peter Steinlechner

  1. Otherside Entertainment Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

Facebook-Anhörung: Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle
Facebook-Anhörung
Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle

In einer mehrstündigen Anhörung vor dem US-Senat hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg sein Unternehmen verteidigt. Doch des Öfteren hinterließ er den Eindruck, als wisse er selbst nicht genau, was er in den vergangenen Jahren da geschaffen hat.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Facebook Verschärfte Regeln für Politwerbung und beliebte Seiten
  2. Facebook Messenger Zuckerbergs Nachrichten heimlich auf Nutzerkonten gelöscht
  3. Böswillige Akteure Die meisten der zwei Milliarden Facebook-Profile ausgelesen

    •  /