IT: Für Berlins Windows-10-Umstellung wird es immer enger

Das Betriebssystem Windows 7 ist ein Auslaufmodell: Im Januar 2020 beendet Microsoft den kostenlosen Support, dann drohen Sicherheitslücken. Doch in der Berliner Verwaltung warten noch Tausende Rechner auf ein Upgrade - 30.000 müssen wegen eines Fehlers zudem neu bespielt werden.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Berlin wird bis zum Ende des Windows-7-Supports wohl nicht alle Rechner rechtzeitig auf Windows 10 upgraden können.
Berlin wird bis zum Ende des Windows-7-Supports wohl nicht alle Rechner rechtzeitig auf Windows 10 upgraden können. (Bild: Pixabay/CC0 1.0)

Das Land Berlin schafft es einem Bericht der Wochenzeitung Die Zeit zufolge nicht, seine IT wie geplant zu modernisieren. Eigentlich sollten die PCs der Berliner Verwaltung und Justiz bereits in den vergangenen Monaten vom Betriebssystem Windows 7 auf das neuere Windows 10 umgestellt werden. Denn ab dem 14. Januar 2020 beendet Microsoft den kostenlosen Support, Sicherheitslücken werden danach nicht mehr automatisch geschlossen.

Dennoch laufe rund ein Drittel der Rechner immer noch mit dem alten Betriebssystem, berichtet Die Zeit. Derzeit verhandele das Land mit Microsoft über einen Supportvertrag, der den Schutz über den 14. Januar hinaus garantieren solle. Bereits im April 2019 gab es Zweifel, ob Berlin die Umstellung rechtzeitig schaffen würde.

Wie die Innensenatsverwaltung auf Anfrage mitteilte, gibt es in der Berliner Verwaltung rund 82.000 IT-Arbeitsplätze. Davon nutze gut ein Drittel Windows 7, der größere Teil (62 Prozent) Windows 10 und der Rest Windows 8.1, das ebenfalls ein bereits sicheres System sei., erklärte die Verwaltung. Die interne Zielmarke für die Umstellung war den Angaben zufolge der 30. November 2019. "Die Berliner Verwaltung arbeitet mit Hochdruck daran, bis zum 14. Januar die IT-Arbeitsplätze auf Windows 10 umzustellen." Nach der jetzigen Prognose soll das für 85 Prozent der Rechner gelten.

Rund 30.000 Rechner mit fehlerhaftem Upgrade bespielt

Probleme bei der bereits knappen Zeitplanung dürfte zudem der Umstand machen, dass rund 30.000 bereits auf Windows 10 aktualisierte Rechner offenbar noch einmal neu bespielt werden müssen. Wie der Tagesspiegel berichtet, wurden auf diesen PCs Upgrades mit nicht mehr aktuellen Sicherheitsstandards installiert, wie IT-Staatssekretärin Sabine Smentek einräumte. Die Rechner gelten entsprechend als fehlerhaft und nicht nutzbar.

Für bis zum 14. Januar 2020 nicht umgestellte Arbeitsplätze solle gewährleistet werden, dass die Berliner Verwaltung umfassend arbeitsfähig bleibe, erklärte die Senatsverwaltung. Zu den Support-Kosten lasse sich noch keine Aussage treffen. Die Zeit berichtet, intern werde mit einer sechsstelligen Summe gerechnet, der Tagesspiegel spricht von sechs- bis siebenstelligen Ausgaben.

Die Berliner Landesverwaltung wird immer öfter zum Ziel von Hackerangriffen. Die Zahl solcher Attacken mit Schadsoftware hat sich nach Angaben des IT-Dienstleistungszentrums Berlin (ITDZ) innerhalb von fünf Jahren auf rund sieben Millionen im Jahr 2018 verdoppelt. Zuletzt hatten Trojanerangriffe auf das Kammergericht und auf Rechner der Humboldt-Universität für Schlagzeilen gesorgt. Vor allem am Kammergericht waren die Auswirkungen der am 25. September 2019 entdeckten Attacke erheblich, die Arbeit der Richter war wochenlang beeinträchtigt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


demon driver 12. Dez 2019

[...] Ich habe nicht behauptet und werde das auch nie tun, dass es bei allen so...

Megusta 11. Dez 2019

legal, illegal, schei$egal... ist doch nicht dein Geld! ...warte mal, oder doch?!

User_x 11. Dez 2019

Also muss der Browser in einer Sandbox laufen...

User_x 11. Dez 2019

Und täglich könnte es ein Amageddon geben, trotzdem machen wir alle munter weiter. Was...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
T-1000
Roboter aus Metall kann sich verflüssigen

Ein Team aus den USA und China hat einen Roboter entwickelt, der seinen Aggregatzustand von fest zu flüssig und zurück ändern kann.

T-1000: Roboter aus Metall kann sich verflüssigen
Artikel
  1. Apple: MacBook Pro braucht wegen Lieferproblemen nur kleine Kühler
    Apple
    MacBook Pro braucht wegen Lieferproblemen nur kleine Kühler

    In den neuen MacBook Pro mit M2 Pro und M2 Max sitzen kleinere Kühlkörper. Der Grund sind Probleme in der Lieferkette.

  2. Trotz Exportverbot: Chinesische Kernforscher nutzen weiter US-Hardware
    Trotz Exportverbot
    Chinesische Kernforscher nutzen weiter US-Hardware

    An Chinas wichtigstes Kernforschungszentrum darf seit 25 Jahren keine US-Hardware geliefert werden. Dennoch nutzt es halbwegs aktuelle Xeons und GPUs.

  3. Virtualisieren mit Windows, Teil 3: Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V
    Virtualisieren mit Windows, Teil 3
    Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V

    Hyper-V ist ein Hypervisor, um VMs effizient verwalten zu können. Trotz einiger weniger Schwächen ist es eine gute Virtualisierungssoftware, wir stellen sie in drei Teilen vor. Im letzten geht es um Betrieb und Pflege der VMs.
    Eine Anleitung von Holger Voges

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PCGH Cyber Week - Rabatte bis 50% • Acer Predator 32" WQHD 170Hz 529€ • MindStar-Tiefstpreise: MSI RTX 4090 1.982€, Sapphire RX 7900 XT 939€ • Philips Hue bis -50% • Asus Gaming-Laptops bis -25% • XFX Radeon RX 7900 XTX 1.199€ • Kingston 2TB 112,90€ • Nanoleaf bis -25% [Werbung]
    •  /