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Knapp 7.000 Euro bei einer 45-Stunden-Woche

Einige der wichtigsten Fakten daraus sind: Der durchschnittliche IT-Freelancer ist 47 Jahre alt, arbeitet 45 Stunden pro Woche und hat ein monatliches Nettoeinkommen von 6.922 Euro. Steuern, Sozialversicherung und Betriebsausgaben sind davon bereits abgezogen. "Freiberufler verdienen gut doppelt so viel wie ein angestellter ITler", sagt Florian Baumann, der als Marketingleiter bei Freelancermap für die Studie zuständig ist.

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Bei dem Vergleich beruft er sich auf den Gehaltsreport 2019 der Online-Jobplattform Stepstone, nach der ITler ein Bruttodurchschnittsgehalt von 62.278 Euro haben. Wird dieser Wert nun mit einem Brutto-Netto-Rechner auf ein monatliches Nettogehalt umgerechnet, ergeben sich 3.065 Euro. Angenommen werden Steuerklasse 1, keine Kirchenzugehörigkeit und keine Kinder.

Laut Freelancer-Kompass ist der Stundensatz 2019 gegenüber dem Vorjahr um 2,84 Euro auf 93,89 Euro gestiegen. Die höchsten Honorare werden in SAP-Projekten bezahlt. Hier liegt der Stundensatz bei 112,49 Euro. Nur halb so viel zahlen die Kunden etwa für Content auf Webseiten. Im deutschsprachigen Raum sind die Stundensätze in der Schweiz am höchsten, in Österreich am niedrigsten, Deutschland liegt in der Mitte und in etwa auf der Höhe des durchschnittlichen Stundensatzes insgesamt. "Dass 74 Prozent der Studienteilnehmer mit ihrem Einkommen zufrieden sind, ist nur allzu logisch bei dieser Höhe", sagt Baumann. Sollten sich die Honorarzuwächse der vergangenen Jahre fortsetzen, ist für 2020 von einem Stundensatz von etwa 96 Euro auszugehen.

Freelancer des Jahres hat rund 4.000 Firmenkontakte

Rüdiger Deppe bekommt Jobangebote für eine Festanstellung en masse. "Mein Verdienst ist höher als bislang jedes Angebot einer Festanstellung." Das ist für ihn die beste Work-Life-Balance, und als Freiberufler kann er sich seine Projekte aussuchen. Unabhängigkeit und sein eigener Chef sein - das sind die mit großem Abstand wichtigsten Gründe für die Selbstständigkeit laut der Studie von Freelancermap.

Die größte Herausforderung liegt demnach in der Projektakquise. "Ich habe mir im Laufe von zwei Jahrzehnten etwa 4.000 Firmenkontakte erarbeitet. Das ist mein größter Schatz für meine Selbstständigkeit", sagt Deppe. Auf ein tragfähiges Netzwerk sollten IT-Freelancer ganz besonders achten.

Völlig aus dem Durchschnitt fällt der Muster-IT-Freelancer übrigens bei der Berufserfahrung vor der Selbstständigkeit: Die liegt nämlich bei knapp 13 Jahren. Fast genau so lange sind Freelancer im Durchschnitt selbstständig.

Freelancer arbeiten mitnichten Tag und Nacht

Dass IT-Freelancer Tag und Nacht arbeiten, widerlegt die Studie klar. Nur knapp fünf Prozent arbeiten mehr als 60 Wochenstunden, fast die Hälfte kommen auf rund 44 Stunden pro Woche. Allerdings nimmt sich jeder Zweite weniger als die 24 Tage Urlaub pro Jahr, die das Gesetz bei Angestellten mit Sechstagewoche mindestens vorschreibt. Fast alle Studienteilnehmer würden sich wieder selbstständig machen. Besser kann der Wert kaum sein.

Über die Hälfte fordert von der Politik, die Scheinselbstständigkeit abzuschaffen, weil das Gesetz die Auftragsvergabe der Unternehmen hemme. Denn liegt bei einem Freiberufler Scheinselbstständigkeit vor, trifft das vor allem die Auftraggeber: Sie müssen dann Lohnsteuer und Sozialversicherung nachzahlen. Die Scheinselbstständigen können wegen Steuerhinterziehung belangt werden.

Ob Scheinselbstständigkeit vorliegt, wird anhand mehrerer Kriterien überprüft. Im Falle einer Scheinselbstständigkeit sind die eigenen unternehmerischen Entscheidungsspielräume sehr stark eingeschränkt und der Freiberufler arbeitet nur für wenige, im eindeutigsten Fall nur für einen einzigen Kunden. Laut Studie sind rund 60 Prozent aller Freelancer bis zu zwölf Monate in einem Projekt. Um nicht scheinselbstständig zu sein, sollten sie mehrere Projekte bei unterschiedlichen Auftraggebern betreuen.

Individuelle Unterstützung zu Themen rund um Job & Karriere gibt Shifoo, der Service von Golem.de - in 1:1-Videosessions für IT-Profis von IT-erfahrenen Coaches und Beratern.

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 IT-Freelancer: Paradiesische Zustände
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Tpircs Avaj 01. Nov 2019

Wenn man das Geschwafel von paradiesischen Zuständen liest, könnte man sich glatt die...

Alphavader 24. Okt 2019

Ne das nicht.. Aber die hier aufgeführten Punkte gehen eigentlich mit meinem Thread...

scrumdideldu 24. Okt 2019

Dafür müsste aber der Auftraggeber zunächst aktiv diese Informationen vom Auftragnehmer...

scrumdideldu 23. Okt 2019

Es gibt seit vielen Jahren eine Versicherungspflicht! Entweder der Freelancer ist in...

scrumdideldu 23. Okt 2019

Wenn Du Dich selbständig machst bist Du noch bis zu 5 Jahre in der Sicherung von ALG I...


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