Anforderungen an Freiberufler sind heute groß

Den Trend zu mehr Freiberuflichkeit in IT-Berufen beobachtet Matthias Teichmann schon einige Jahre. Er arbeitet seit fast 20 Jahren als Marktforscher und Analyst. Schon als er im Jahr 2000 begann, boomte die Branche; Stichwort New Economy. "Und seitdem wird auch vom IT-Fachkräftemangel gesprochen", erzählt er. "Es ist nichts, was sich erst seit zwei, drei Jahren auf den IT-Freiberuflermarkt auswirkt." Allerdings seien die Anforderungen an Freiberufler derzeit besonders groß.

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"Voraussetzung für den Erfolg der IT-Freiberufler ist, dass sie sich auf die richtigen IT-Projektfelder einrichten", sagt Teichmann. Sie müssen es also schaffen, sich trotz vieler Projekte weiterzubilden und Trends frühzeitig zu erkennen. "Das betrifft IT-Skills, aber auch die Herangehens- und Arbeitsweisen." Bastian Pauly vom Bitkom befürchtet, dass aber genau hier ihre große Gefragtheit den Freiberuflern schaden könnte: Wenn sie nämlich vor lauter Erfolg ihre eigene berufliche Fortbildung verpassen.

Bei der Arbeit weiterbilden

Edgar Warnking, der sich vor zehn Jahren als DevOps- und Software-Entwickler selbständig gemacht hat, sieht diese Gefahr als nicht sehr groß an: "Natürlich hat man als Freiberufler Zeit. Wenn man will, sogar viel, und in der kann man sich fortbilden", sagt er. Nur müsse das eben in Eigenregie und auf eigene Kosten passieren. Bei der komplexen und volatilen Materie sei eine große Portion Training "on the job" ohnehin Standard, aber: "Ob man am Ball bleibt, hängt in der IT oft vom persönlichen Engagement ab."

Auch der Freiberufler Klaus Adelmann verneint die Frage, ob es Freiberuflern an Zeit für die Weiterbildung fehle. Zumindest für gut bezahlte IT-Fachkräfte gelte das nicht, sagt er. Er selbst habe bei der freiberuflichen Arbeit zum Beispiel viel über Testautomatisierung oder agiles Arbeiten gelernt, erzählt er. "Man hat dann zwar kein Zertifikat, dafür aber konkrete Praxiserfahrung."

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Voraussetzung sei jedoch, dass man als Freier die Bereitschaft mitbringe, auch nach Feierabend hin und wieder Fachliteratur in die Hand zu nehmen. "Ohne diese Bereitschaft geht es nicht, denn wenn einem Freien die Kompetenzen fehlen, wird sich der Auftraggeber schneller von ihm trennen", sagt Adelmann.

IT-Jobs wandern ins Ausland

Zudem müssen Selbstständige ohne großes, aktuelles Wissen und starke Fachgebiete in höherem Maß mit Anbietern aus dem Ausland konkurrieren. Denn Outsourcing von Standard-IT-Leistungen ist als Option in den Unternehmen allgegenwärtig. Für eine Studie befragte die Unternehmensberatung Axxcon 200 Geschäftsführer, CIOs, IT-Leiter und Sicherheitsbeauftragte aus Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern. Sie nutzen die Auslagerung, um Geld zu sparen.

Darüber hinaus sehen sie darin aber auch eine Möglichkeit, auf den Fachkräftemangel zu reagieren. "Inzwischen spielt auch der demografische Wandel eine Rolle", sagt Stefan Wendt, Partner bei der Microfin-Unternehmensberatung. "Insbesondere bei mittelständischen Unternehmen beobachten wir schon seit Längerem eine Trendwende: Der Mittelstand öffnet sich vor allem wegen des Fachkräftemangels dem Thema IT-Outsourcing."

Das kann auch aus Sicht derer Sinn ergeben, die eigentlich daran interessiert sind, möglichst viele Jobs in Deutschland zu halten. So sagt Kaya Taner, der Tech-Jobs in Deutschland vermittelt: "Wenn man ein komplett neues Produkt will, das in sich geschlossen ist, kann man das gut outsourcen und in einer Agentur herstellen lassen."

Doch nicht jeder Job könne gut extern vergeben werden. "Wenn man die Technologie als Kern des Unternehmens versteht, um damit wettbewerbsfähig zu sein, wie im Internet of Things oder wenn es um Anbindungen in der Automobilbranche geht, dann lässt sich das nicht einfach outsourcen", sagt Taner. Man könne sich aber gezielt Freelancer in bestehende Teams holen, um ein gewisses Know-how dazuzugewinnen. Freiberufler, gerade aus dem KI-Bereich, sind also begehrte Anschubhilfe, um das Wissen auch in den Unternehmen zu verbreiten.

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 IT-Fachkräftemangel: Freie sind gefragtWeder Freie noch Outsourcing lösen den Fachkräftemangel 
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ed.meloG.murof 18. Aug 2019

moin, sach ma arbeitest du zufällig bei ner FA in der Boxhagener Str. ;)

JackIsBack 07. Aug 2019

keine Ausbildung - E1 bis E5 Ausbildung - E5 bis E9 Studium / Bachelor - E10 bis E12...

Bluejanis 07. Aug 2019

Ich bin in der selben Situation, die Agentur verdient jede Stunde ihre Prozente mit. Bei...

JackIsBack 07. Aug 2019

Wenn du aus der freien Wirtschaft kommst: Deine bisherige Berufserfahrung wird da auch...

gadthrawn 07. Aug 2019

"Das belegt die kürzlich veröffentlichte Studie IT-Freiberufler von IDG Research...



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