IT-Experten: Boom bei Informatik-Studienanfängern hält an

Die Zahl der Anfänger des Informatikstudiums nimmt weiter zu. Im Jahr 2013 haben sich 50.898 Studienanfänger an den Hochschulen im Bereich Informatik eingeschrieben. "Das ist ein historischer Rekord" , sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Grundlage der Angaben(öffnet im neuen Fenster) sind Auswertungen von Daten des Statistischen Bundesamtes.
Bereits 2011 gab es für die Informatik hohe Zuwächse bei den Studienanfängern: Die Doppeljahrgänge in Bayern und Niedersachsen sowie die Aussetzung der Wehrpflicht hatten die Zahl um rund ein Fünftel gesteigert. Doch auf dieser hohen Basis wurde 2012 erneut ein leichtes Plus um 1 Prozent erzielt.
Bei anderen technischen Studienfächern gab es einen Rückgang der Erstsemesteranmeldungen. Bei der Elektrotechnik betrug das Minus 1,7 Prozent, im Maschinenbau 6 Prozent.
27.608 Erstsemester entschieden sich für ein Informatikstudium an den Universitäten, 6,5 Prozent mehr als noch 2011. An den Fachhochschulen gab es einen Rückgang um 5,2 Prozent auf 23.290.
"Ein großes Problem ist die weiterhin hohe Abbrecherquote" , sagt Kempf. So haben im vergangenen Jahr nach Bitkom-Schätzung nur rund 17.000 Studierende ihr Informatikstudium erfolgreich abgeschlossen. Das sind nur 500 mehr als 2011. Die Abbrecherquote liegt bei über 50 Prozent.
Im vergangenen Jahr wurden 15.219 neue Ausbildungsverträge im IT-Sektor unterschrieben, ein Plus von 1,7 Prozent. Mit 3.319 weiblichen Auszubildenden liegt der Frauenanteil leicht über 8 Prozent. Unter den IT-Berufen war 2012 erneut der Fachinformatiker am beliebtesten. 13.244 Azubis beendeten ihre Ausbildung erfolgreich.
Derzeit geht die Branche von mehr als 43.000 fehlenden IT-Fachkräften aus.



