Programmieren ist leicht zu lernen, aber schwer zu beherrschen

In einer idealen Welt wären alle Entwickler im ersten und zweiten Bereich Studenten oder Berufsanfänger, und alle professionellen Softwaresysteme würden von Entwicklern im dritten Bereich erstellt werden - Entwickler, die die Fähigkeiten haben, die zur Lösung des gestellten Problems nötig sind, und die Lösungen produzieren, die dem platonischen Ideal sehr nahe kommen.

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In einer solch himmlischen Welt wäre alle Software um uns herum auf einem ähnlich hohen Qualitätsniveau. Sie würde genau wie erwartet funktionieren, mit optimaler Performance und ohne Sicherheitslücken. Es wäre eine Welt, in der die Menschen auf jede Software mit Freude und nicht mit Frustration reagieren würden.

Allerdings stehen zwei Probleme zwischen uns und dieser Utopie.

Erstens ist die Anzahl der Entwickler im dritten Bereich im Vergleich zum zweiten sehr klein. Programmieren ist eine leicht zu erlernende, aber schwer zu beherrschende Tätigkeit. Millionen Menschen können ein funktionierendes Skript schreiben, aber nur sehr wenige beherrschen die Kunst der Softwareentwicklung.

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Außerdem gibt es in der Softwareindustrie keinerlei Zugangsbeschränkungen - kein Software-Äquivalent zur Ärzte- oder Rechtsanwaltskammer. Es ist nicht überraschend, dass es viel mehr Anfänger und Fortgeschrittene als Experten gibt.

Zweitens: Der Bedarf an Entwicklern ist immens. Es gibt unfassbar viele Möglichkeiten für Softwareentwickler, in fast jeder Branche. Im Vergleich zu Nischenberufen wie Astronomen, wo die Jobmöglichkeiten stark eingeschränkt sind, ist Softwareentwicklung ein Bereich, in dem die Schwierigkeit darin besteht, besonders talentierte Softwareentwickler, und nicht darin, nützliche Arbeit für sie zu finden.

Handbuch für Softwareentwickler: Das Standardwerk für professionelles Software Engineering

Kombinieren Sie diese beiden Probleme, werden die meisten Unternehmen, die erfahrene Entwickler einstellen möchten, davon abgehalten. Denn es gibt nicht genug erfahrene Entwickler für die Jobs und wenn die Firmen welche gefunden haben, bekommen sie oft unschlagbar hohe Angebote von den FANG oder von angesagten Startups.

So macht jedes andere Unternehmen eben das Nächstbeste: Es stellt Entwickler aus dem zweiten Bereich ein. Entwickler, die als "gut genug" kategorisiert werden können. Ihre Apps haben Bugs, Sicherheitslücken und können keine hohen Lasten bewältigen. Aber zumindest sind sie in der Lage, etwas zu bauen, das "funktioniert". Etwas, das nützlicher ist als der Status Quo. Etwas, das mit minimaler Überprüfung in die Produktion gebracht werden kann.

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 IT-Branche: Warum es so viel schlechte Software auf der Welt gibtEs gibt einen großen Markt für Entwickler, die nicht gut, aber ''gut genug'' sind 
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Karmageddon 09. Mai 2021

In unserer Firma haben die Entwickler quasi Narrenfreiheit. Die können behaupten, was sie...

Lachser 07. Mai 2021

Was man natürlich fairerweise sagen muss: Mit Windows 95/98 wurde ziemlich stark direkt...

Destroyer2442 06. Mai 2021

Also nach 10 Jahren haben auch Brücken schon mal Fehler...

Dakkaron 05. Mai 2021

Aktuelles Team: Drei C#-Programmierer (Backend), ein Python-Programmierer, ein C...

Dakkaron 02. Mai 2021

Einen VW Bora. Gut 20 Jahre alt. Es gibt schon zwei, drei Kontrollleuchten, aber es gibt...



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