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Spezialfall: Webdesigner

Während die Lage bei IT-Fachleuten also bisweilen kompliziert ist und viele Faktoren - wie das Wissen, die Ausbildung und die aktuelle Tätigkeit - bewertet werden müssen, ist die Situation bei Webdesignern klarer. Hier liegt tatsächlich häufig eine freiberufliche Tätigkeit vor.

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Voraussetzung ist aber, dass die Tätigkeiten als künstlerisch im Sinne von § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG anzusehen sind. Wann die hierzu erforderliche Kreativität beziehungsweise "Schöpfungshöhe" gegeben ist, ergibt sich aus einer Entscheidung des Finanzgerichtes Münster (Urteil vom 19.06.2008, Aktenzeichen 8 K 4272/06).

Typischerweise ist das der Fall, wenn der Webdesigner für die Gestaltung von Internetseiten seiner Kunden verantwortlich ist. Nicht aber, wenn es um technische Abläufe geht, für die Webmaster oder -administratoren zuständig sind. Ein einschlägiger Hochschulabschluss, zum Beispiel als Diplom-Designer oder Grafik-Designer, ist von Vorteil. Ein Pluspunkt ist es zudem, wenn die Künstlersozialkasse (KSK) die Tätigkeit als künstlerisch eingestuft hat. Hierzu muss ein Antrag bei der KSK gestellt werden.

Vorteile der KSK für selbstständige Webdesigner

Das kann auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten interessant sein. Denn über die KSK sind Mitglieder sozialversicherungsrechtlich abgesichert und müssen, ähnlich wie Arbeitnehmer, nur 50 Prozent ihrer Beiträge für die Krankenkasse, Deutsche Rentenversicherung und gesetzliche Pflegeversicherung selbst zahlen. Der übrige Anteil wird von der KSK entrichtet. Wichtig ist, dass Webdesigner ohne Hochschulstudium normalerweise nicht darlegen und beweisen müssen, dass sie über die Kenntnisse eines einschlägigen Hochschulabsolventen wie etwa eines Diplom-Designers verfügen.

Im Zweifel hilft Beratung

Inwieweit IT-Spezialisten als Freiberufler anzusehen sind, hängt von den genauen Umständen des Einzelfalls ab. Bei Problemen mit der Anerkennung des freiberuflichen Status sollte man sich am besten von einem Steuerberater oder Fachanwalt für Steuerrecht beraten lassen.

Wer unsicher ist, kann sich zudem vor der Abgabe der ersten Steuererklärung direkt beim Finanzamt informieren oder sich von Experten beraten lassen. Dies hat den Vorteil, dass keine hohen Nachzahlungen entrichtet werden müssen. Diese Gefahr besteht nämlich, wenn sich die Tätigkeit nachträglich als gewerblich herausstellt.

IT-Freiberufler sollten schließlich beachten, dass das Ausüben von gewerblichen Nebentätigkeiten zum Verlust der Anerkennung als Freiberufler führen kann. Auch hier ist eine Beratung empfehlenswert, um Ärger zu vermeiden.

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 Ohne Studium muss Fachwissen nachgewiesen werden
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sme (Golem.de) 06. Mai 2019

Auf Golem.de werden keine Social Buttons der Netzwerke eingesetzt, stattdessen werden nur...

Bash76 06. Mai 2019

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Bourbon 06. Mai 2019

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Der Vorteil der GmbH ist jedoch, dass man ggf. mal einen Studenten für 6 Monate...

Anonymer Nutzer 04. Mai 2019

Doch Doch Okay. Ne ganze seite ist für dich kurz angerissen. Sorry, mein fehler. Es ist...


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