Für den Typus Berater gehört Reisen doch dazu, oder?

Obwohl Hunderttausende von Beratern während der Pandemie festgestellt haben, dass häufiges Reisen für ihren Job überhaupt nicht notwendig ist - für viele gehört es irgendwie doch zum Job und zum Typus Berater. "Beratern, die für ihre Aufgabe brennen, geht ein 100-prozentiges Homeoffice zu weit. Sie wollen raus zu ihren Kunden, idealerweise um die zwei bis maximal vier Tage", sagt Wenzel.

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Nach seiner Erfahrung sind es vor allem jüngere Berater, die Reisen nicht grundsätzlich ablehnen, weil sie in der Beratung in kurzer Zeit viel lernen und so ihre Wertigkeit erhöhen. Erfahrene Berater haben häufig eine Familie und lehnen häufiges Reisen heute meistens ab.

Die allermeisten Berater wollen künftig so wenig wie nötig reisen und so viel wie möglich online arbeiten. Diese Erfahrung macht Kai Hinke, Leiter der Softwareabteilung bei Consol Consulting und Solutions Software in München.

Das Unternehmen unterstützt seine Kundschaft bei der Digitalisierung ihres Geschäfts. Hinke hat 15 Berater in seiner Abteilung und "die IT-Beratung hat interessanterweise während Corona zugenommen". Digitalisierung ist während der Pandemie mehr ins Bewusstsein der Unternehmen gerückt, daher der steigende Bedarf an Beratungsleistungen.

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Die findet in seiner Abteilung derzeit zu etwa 95 Prozent online statt. "Wir waren zunächst skeptisch, ob das angenommen wird", sagt Hinke. Aber das Verständnis der Kunden habe sich grundlegend gewandelt.

Früher durfte nur online beraten werden, wenn Präsenz unmöglich war. "In der Zwischenzeit haben die Kunden festgestellt, wie gut vieles digital funktioniert", sagt Hinke. Kein Kunde hat sich wegen Problemen in der Online-Beratung bei ihm beschwert.

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Für die Kunden wird es günstiger

Hinke geht künftig von einer Aufteilung der Beratung in 60 Prozent online und 40 Prozent in Präsenz aus. "Online ist sehr viel effizienter, spontaner und es ist weniger Planung notwendig", sagt er.

Es ist außerdem günstiger für die Kunden, weil keine Reisekosten bezahlt werden müssen. Schwierig sei das Neugeschäft, "denn eine sozial empathische Beziehung lässt sich am ehesten im direkten Kontakt aufbauen". Online ist das schwierig bis unmöglich.

Zu Beginn eines Projekts und in allen laufenden Projekten mindestens einmal pro Jahr wollen sich die Consol-Berater mit ihren Kunden persönlich treffen. Hinke meint, dass die Kunden die 60:40-Lösung akzeptieren werden, "weil sie Nutzen, Flexibilität, Kosten und Zeit kennen- und schätzen gelernt haben". Ihr Feedback zu den Online-Beratungen während der Pandemie war durchgehend positiv.

Zurück zur Präsenz - das machen die Berater wohl nicht mit

Eine Kehrtwende zurück zur vollständigen Präsenzberatung wird es nicht mehr geben. "Das machen die Berater wahrscheinlich nicht mehr mit", sagt Hinke. Consol wird daher die Reisezeiten mit den Kunden und Beratern im Einklang minimieren, und zwar so, dass die Reisetätigkeiten größtenteils aufgegeben werden. "Dadurch entsteht für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter eine Win-Win-Situation", sagt Hinke.

So verliert die Firma weder ihre Kunden noch ihre Berater, findet neue und ist somit zugleich selbst früher Gewinner in einem Prozess der Umorganisierung unserer Arbeitswelt, der durch die Pandemie nur beschleunigt wurde.

Weitere Informationen gibt es hier in unserem Karriere-Ratgeber zum Thema IT Berater

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 Kunden geben oft die Art der Zusammenarbeit vor - noch
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gadthrawn 10. Jan 2022 / Themenstart

Dagegen kann man allerdings sagen, dass die meisten Berater nicht Fachidioten in einer...

gadthrawn 10. Jan 2022 / Themenstart

Auch wenn man mehr kostet wird man normalerweise zu mehr Meetings eingeladen.

gadthrawn 10. Jan 2022 / Themenstart

Wenn du keine Berufserfahrung hast, gibt es relativviele Beratungsunternehmen die dich...

Michael H. 05. Jan 2022 / Themenstart

Da bin ich mit meiner Firma aktuell sehr glücklich wie diese das umsetzt. Die haben...

amagol 05. Jan 2022 / Themenstart

Etwas lohnt sich halt, wenn der Ertrag groesser als der Einsatz ist. Niemand wird zu ein...

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