Kunden geben oft die Art der Zusammenarbeit vor - noch

Wenn die Berater nicht mehr raus wollen, müssen die Beratungshäuser ihre Dienstleistung auf digital umstellen. "Das würden die Unternehmen gerne machen, weil sie sonst am Arbeitsmarkt kaum noch Berater finden", sagt Manfred Wenzel, geschäftsführender Gesellschafter der IT-Personalberatung Dr. Dienst und Wenzel in Stuttgart.

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Er kennt aber kein Beratungsunternehmen, das bei seinen Kunden eine digitale Zusammenarbeit zur Bedingung macht und es wird seiner Meinung nach so schnell auch keines geben. "Die Angst, deshalb Kunden und Aufträge zu verlieren, ist viel zu groß, weil die Art der Zusammenarbeit die Kunden vorgeben", sagt Wenzel.

Seiner Ansicht nach führt die fehlende Bereitschaft der Kunden zur Online-Beratung zu einem großen Problem der Unternehmen und Personalberater bei der Personalbeschaffung.

"Beratungsunternehmen, die nicht wenigstens ein bis zwei Tage Reisefreiheit und damit Homeoffice zusagen, finden keine neuen Berater mehr." Denn die wollen ihre in der Pandemie gewonnene Freiheit und Flexibilität nicht mehr aufgeben.

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Fachlich notwendig ist das ohnehin nicht. "Meine Produktivität ist im Homeoffice enorm gestiegen, weil Reisezeiten wegfallen", sagt Bindewald. Statt im Auto, im Zug oder Flugzeug sitzt er daheim am Schreibtisch und arbeitet.

"Das ist zudem wesentlich effizienter, weil es weniger Ablenkung gibt." Alles, was er autark machen kann, läuft im Homeoffice viel besser. Beim Kunden dauern diese Arbeiten deutlich länger, weil ihn Fragen oft unterbrechen.

IT-Freelancer: Ein Handbuch nicht nur für Einsteiger

Wird Beratung hybrid?

Die Kommunikation mit dem Kunden sei aber schwieriger. "Ich sehe die Gesichtsausdrücke nicht, weiß nicht, ob sie mich verstanden haben oder nicht", sagt Bindewald. Das kann in Videokonferenzen zwar gelingen, doch die Praxis der Onlineberatung geht weg von zeitraubenden Video-Calls und hin zum effizienten Telefongespräch. Webcams im Telefonat können eine Alternative sein, um zu sehen, was das Gesicht des Gegenübers sagt.

  • Manfred Wenzel ist IT-Personalberater und sagt, dass die fehlende Bereitschaft der Kunden zur Online-Beratung Unternehmen und Personalberatern Probleme macht. (Bild: IT-Personalberatung Dr. Dienst und Wenzel)
Manfred Wenzel ist IT-Personalberater und sagt, dass die fehlende Bereitschaft der Kunden zur Online-Beratung Unternehmen und Personalberatern Probleme macht. (Bild: IT-Personalberatung Dr. Dienst und Wenzel)

Was digitale Beratung nicht ersetzen kann, ist der zwischenmenschliche Kontakt zum Kunden und die daraus entstehende emotionale Bindung. "Deshalb wird Beratung zum hybriden Arbeitsmodell werden", ist Bindewald überzeugt.

Vor Ort werden Präsentationen und Workshops stattfinden. Mobil wird entwickelt, werden Konzepte geschrieben und die Präsenztermine vorbereitet.

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 IT-Beratung: Das Leben aus dem Koffer könnte vorbei seinFür den Typus Berater gehört Reisen doch dazu, oder? 
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gadthrawn 10. Jan 2022 / Themenstart

Dagegen kann man allerdings sagen, dass die meisten Berater nicht Fachidioten in einer...

gadthrawn 10. Jan 2022 / Themenstart

Auch wenn man mehr kostet wird man normalerweise zu mehr Meetings eingeladen.

gadthrawn 10. Jan 2022 / Themenstart

Wenn du keine Berufserfahrung hast, gibt es relativviele Beratungsunternehmen die dich...

Michael H. 05. Jan 2022 / Themenstart

Da bin ich mit meiner Firma aktuell sehr glücklich wie diese das umsetzt. Die haben...

amagol 05. Jan 2022 / Themenstart

Etwas lohnt sich halt, wenn der Ertrag groesser als der Einsatz ist. Niemand wird zu ein...

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