Der Personalberater widerspricht: ''Gute Standzeiten'' seien wichtig

Wenzel hat eine andere Meinung zu häufigen Stellenwechseln als die Personalerin von der Bahn. "Deutsche Unternehmen sind konservativ und achten bei Bewerbern auf gute Standzeiten im Lebenslauf." Sie planen mit Zeiten von rund fünf Jahren. Bei einem Arbeitsleben von 30 Jahren sind das maximal zwischen fünf und acht Positionen.

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Bei solchen Kandidaten gehen die Unternehmen davon aus, dass sie sich auch in schwierigen Situationen durchgebissen haben. "Wer häufig wechselt, dem wird unterstellt, Problemen davonzulaufen", sagt Wenzel.

Deshalb sei es schwierig, Bewerber zu vermitteln, die etwa in zehn Jahren fünfmal die Stelle gewechselt haben. US-Unternehmen ist das zum Beispiel egal, denn die haben mit Hire and Fire eine lockere Personalpolitik.

Arbeitnehmer, die in ihrer gesamten Berufslaufbahn ständig wechseln, sind nach der Erfahrung von Wenzel überwiegend männlich und in das Fahrwasser geraten, permanent Neues ausprobieren zu müssen, ohne irgendwo anzukommen. "Sie bauen etwas auf, kündigen, gehen in eine andere Firma und der Kreislauf beginnt von vorne", sagt Wenzel.

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Bei namhaften Unternehmen kommen solche Bewerber meistens gar nicht in die engere Auswahl. Diese Menschen sind getrieben vom Reiz des Neuen, dabei ist es genauso anspruchsvoll, Bestehendes zu bewahren.

Das Statistische Bundesamt hat in seiner Arbeitskräfteerhebung für 2019 herausgefunden, dass 44 Prozent der Befragten seit mindestens zehn Jahren bei ihrem Arbeitgeber sind, 19 Prozent sind seit fünf bis zehn Jahren dort und ein gutes Drittel gab eine Beschäftigungsdauer von weniger als fünf Jahren an.

Je älter, desto firmentreuer

Die Anteile unterscheiden sich zwischen Frauen und Männern kaum. Insgesamt sind die Beschäftigten ihren Arbeitgebern lange treu, doch die Verweildauer sinkt. Bei den mit mehr als zehnjähriger Betriebszugehörigkeit innerhalb von zehn Jahren um drei Prozent. Das klingt nach wenig, ist aber viel, wenn sich der Trend fortsetzt.

Die Auswertung des Amts zeigt deutlich: Je älter die Befragten sind, umso länger sind sie bei ihrem aktuellen Arbeitgeber. So sind in der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen 37 Prozent länger als zehn Jahre in der Firma, bei den 55- bis 64-Jährigen sind es knapp doppelt so viele. Mit dem Ausscheiden der Älteren aus dem Arbeitsleben sinkt die Treue zum Arbeitgeber drastisch, weil die nachrückenden Generationen häufiger wechseln.

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 IT-Arbeitsmarkt: Wie viele Jobwechsel verträgt ein Lebenslauf?Andererseits: Zu lange im selben Job? Auch nicht gut. 
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Hawk321 29. Nov 2021 / Themenstart

Wenn du in der Zeitarbeit gefangen bist, sind 10 Jobs pro Jahr keine Seltenheit.

Franz-Kanns 29. Nov 2021 / Themenstart

Steht bei mir jemand auf der Leitung? Was ist daran arrogant und ignorant? Es wurde ja...

Hawk321 27. Nov 2021 / Themenstart

Ich code auch (aber nicht 100k LOC) da ich eben kein "reiner Entwickler" bin...high...

Random.User 27. Nov 2021 / Themenstart

Danke euch beiden für diesen Input. Ich bin in einem kleinen Unternehmen (knapp unter 200...

FeuerTeuer1 26. Nov 2021 / Themenstart

Von der Spitze der Tarifgehälter zu kommen ist immer schwierig, allerdings kannst Du Dir...

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