IT-Arbeitsmarkt: Jobgarantie gibt es nie

Deutsche Unternehmen stellen weniger ein und entlassen mehr. Es ist zwar Jammern auf hohem Niveau, aber Fakt ist: Die Konjunktur lässt nach, was Arbeitsplätze gefährdet. Auch die von IT-Experten, die überall gesucht werden?

Ein Bericht von Peter Ilg veröffentlicht am
Die Konjunktur schwächelt. Da mag sich sogar mancher IT-Spezialist Sorgen machen, ob der eigene Job noch sicher ist.
Die Konjunktur schwächelt. Da mag sich sogar mancher IT-Spezialist Sorgen machen, ob der eigene Job noch sicher ist. (Bild: Pixabay)

So schnell kann sich das Blatt wenden. In den letzten Juli-Tagen überschlugen sich die negativen Meldungen renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute und der Bundesagentur für Arbeit. Das Ifo-Institut berichtete von einem fallenden Geschäftsklimaindex, aufgrund sinkender Zufriedenheit der Unternehmen mit ihrer aktuellen Geschäftslage und skeptischem Blick auf ihre zukünftige Geschäftsentwicklung. Dasselbe Institut berichtete auch von einem sinkenden Beschäftigungsbarometer.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit, prognostiziert in seinem Arbeitsmarktbarometer steigende Gefahr für Arbeitslosigkeit und sinkende Beschäftigungsentwicklung. Die Boomzeiten sind generell erst einmal vorbei. Gilt das auch für IT-Fachpersonal?

Vor der Prognose zunächst ein Blick auf die aktuelle Situation des Arbeitsmarkts für IT-Fachleute. Die Zahlen stammen aus dem Bericht Blickpunkt Arbeitsmarkt, April 2019, IT-Fachleute, herausgegeben von der Bundesagentur für Arbeit. Danach ist die Zahl der erwerbstätigen IT-Fachleute 2017 erstmals auf über eine Million, nämlich auf 1,01 Millionen, gestiegen. Der Anstieg geht vor allem auf die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück.

Weniger IT-Arbeitslose

"Die Anzahl der IT-Freiberufler stagniert seit Jahren und war zuletzt rückläufig", sagt Ralf Beckmann aus der Arbeitsmarktberichterstattung der Arbeitsagentur. Im Gegensatz dazu weist die Anzahl der angestellten IT-Fachleute einen stetigen Wachstumstrend auf. "Offensichtlich ist für viele ITler eine abhängige Beschäftigung attraktiv", sagt Beckmann. Und weil es viele Stellen gibt, die unsichere Selbständigkeit daher uninteressant.

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Die Arbeitslosigkeit unter IT-Experten ist 2018 gegenüber dem Vorjahr stark um 8 Prozent auf 2,7 Prozent zurückgegangen. Zum Vergleich: Insgesamt lag die Arbeitslosenquote im vergangenen Jahr bei 5,2 Prozent und damit deutlich darüber. Bis zu einer Arbeitslosenquote von 3 Prozent gehen Ökonomen von Vollbeschäftigung aus. Das heißt für die ITler laut Beckmann:"Die bestehende Arbeitslosigkeit ist nicht verfestigt, sondern beruht auf der Fluktuation, die in einer Marktwirtschaft üblich ist." Fluktuationsarbeitslosigkeit entsteht beispielsweise durch die übliche Zeit, die notwendig ist, um Stellen zu besetzen.

Gute Nachrichten kommen auch von den Hochschulen: Die Zahl der Absolventen in den Informatikstudiengängen steigt seit der Jahrtausendwende stetig an. 2017 waren es mit 26.000 fünf Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie.

Beim Einkommen sieht es auf den ersten Blick weniger rosig aus.

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Hohe Gehälter, wenig Steigerung 
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Trockenobst 10. Aug 2019

Wenn das alles so die letzten Jahre weitergeht wie es schon seit 20 Jahren läuft, wird...

eric33303 09. Aug 2019

ja genau!!111!!1! Das darf man ja wohl noch sagen dürfen!!11!!1!!1!

Toleg 09. Aug 2019

die haben nur eine Lücke gefunden und nutzen sie aus. Denn diese Tätigkeit sollte...

buggy 08. Aug 2019

Genau, weil die seriöse Karriere gibts auch nicht. Das ist geflunkert.

Eheran 07. Aug 2019

Was wie wo? Bei dem anderen Artikel geht es um einen ist-Zustand, der jedoch...



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