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Was hilft bei Kurzsichtigkeit?

Der Kurzsichtigkeit entgegenwirken kann man unter anderem dadurch, dass man dem Auge öfter die Möglichkeit gibt, in die Ferne schauen zu können. Vor allem für Kinder empfehlen Experten: Geht doch bitte öfter mal raus! Auch weil Tageslicht gut für die Augen ist. Doch was ist zu tun, wenn man bereits mitten im Berufsleben steht und schon kurzsichtig ist?

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"Wer mit seiner Brille zufrieden ist und damit gut zurechtkommt, kann ruhig dabei bleiben. Zumal Brillen heute nicht mehr nur Sehhilfen, sondern vielmehr modisches Accessoire geworden sind", sagt die Augenärztin Schmickler. Alternativ gebe es verschiedene Verfahren, wie beispielsweise Laserchirurgie oder die Implantation einer künstlichen Kontaktlinse.

Vereinfacht gesagt, wird bei einer Laserbehandlung die Hornhaut so mit dem Laser bearbeitet, dass sich die Lichtstrahlen im Auge anders brechen als vorher. Im besten Fall so, dass der oder die Betroffene danach ohne Brille scharf sehen kann. Es gibt verschiedene Laserverfahren, aber sie alle eignen sich vor allem für geringere Kurzsichtigkeit. Für stärkere Fehlsichtigkeit kommt eher die Kunstlinsen-Implantation infrage.

Schmickler rät prinzipiell eher zu einem Lasereingriff, da es gerade hier im vergangenen Jahrzehnt erhebliche medizinische und technologische Weiterentwicklungen gegeben habe und die vergleichsweise geringen Risiken heutzutage von erfahrenen Operateuren sehr gut beherrschbar seien. "Nach wie vor Goldstandard ist der Excimer-Laser. Eine bemerkenswerte Verbesserung brachte zudem ergänzend in den letzten Jahren der sogenannte Femtosekundenlaser, welcher aus meiner Sicht einen wesentlichen Fortschritt in der refraktiven Chirurgie darstellt", sagt Schmickler.

Der Femtosekundenlaser ermöglicht präzisere Einschnitte in die Hornhaut, so dass die oberste Schicht nicht mehr abgehobelt oder weggelasert werden muss, um an tiefer liegende Schichten zu kommen.

OP will wohl überlegt sein

Bei der Implantation künstlicher Linsen wird das Auge am Rand der Hornhaut geöffnet und entweder eine zusätzliche Linse - als eine Art Kontaktlinse - eingesetzt oder die Augenlinse wird durch eine Kunstlinse ersetzt. Schmickler steht der Linsenimplantation eher kritisch gegenüber: "Ein solcher Eingriff kommt meiner Meinung nach nur bei sehr hohen Fehlsichtigkeiten infrage und ist darüber hinaus mit größeren Risiken wie beispielsweise einer Regenbogenhautschädigung oder Hornhauttrübung verbunden."

Wer sich für einen Lasereingriff zur Behebung seiner Kurzsichtigkeit entscheidet, sollte auch auf die Qualität des Operateurs achten. Ein wichtiges Merkmal könne die Zahl der bereits durchgeführten Eingriffe sein, betont Schmickler. Zudem böten auch einige größere Ketten und Ärzte im Ausland solche Operationen an. Problematisch seien hier allerdings oftmals wechselnde Ärzte und die Frage, ob rund um die Uhr persönliche Ansprechpartner bei seltenen, aber dennoch möglichen Komplikationen nach der Operation für die Patienten zur Verfügung stehen.

Die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC), die Empfehlungen für solche Operationen herausgibt, hat Anfang des Jahres eine Übersicht über Chancen und Risiken der einzelnen Verfahren veröffentlicht. Demnach eignet sich etwa der Excimer-Laser vor allem für Kurzsichtigkeit zwischen -1 und -3,5 Dioptrien, das Lasik-Verfahren bei Kurzsichtigkeit bis -8 und Weitsichtigkeit bis +3 Dioptrien.

Dass nach einer OP die Hornhaut vernarbt oder man nachts schlechter sieht als vorher - solche Effekte kann es geben. Beim Excimer-Laser liege das Risiko für Komplikationen aber zum Beispiel bei 0,5 Prozent. Da es viele verschiedene Verfahren gibt, ist eine gute Aufklärung nötig. Laser-OP oder Linsen-OP? Oder doch gar keine OP? "Das Risiko für Komplikationen muss in Relation zum persönlichen Leidensdruck gesetzt werden", sagte Professor Björn Bachmann, Oberarzt für Allgemeine Augenheilkunde an der Uniklinik Köln, zu Golem.de. Um das Risiko zu minimieren, sei eine gründliche Untersuchung wichtig, um die Eignung eines Patienten für bestimmte Varianten der Laserrefraktiv-Chirurgie der Hornhaut festzustellen.

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Bluejanis 28. Aug 2019

Gesamte Flugzeuge dürften wohl wohl deutlich unter 0,5% abstürzen. Das Risiko wäre mir...

Bluejanis 28. Aug 2019

Ist das so? Oder gilt deine These nur während der Wachstumsphasen?

dukerizer 23. Aug 2019

wieso wird z.B. Orthokeratologie nicht erwähnt?

ibsi 19. Aug 2019

Ich stell mir das gerade vor: Brillenträger geht die Straße entlang. Da hüpft ein...

mark.wolf 19. Aug 2019

Die Anpassungsfähigkeit des auges reduziert sich mit dem Alterungsprozess. Das ist sicher.


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