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IT an Schulen: Technik im Klassenzimmer soll nicht immer helfen

Zwei Schulpädagogen haben mehrere Studien zum Thema IT an Schulen zusammengefasst und kommen zum Ergebnis: Technik im Klassenzimmer ist nicht unbedingt ein Vorteil. Der Lehrer selbst sei ein wesentlich wichtigerer Faktor. Etwas Widerspruch in den Aussagen ist erkennbar.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
IT an Schulen soll nicht allzu viel bringen.
IT an Schulen soll nicht allzu viel bringen. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Der Augsburger Schulpädagoge Klaus Zierer und der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie sehen im Einsatz von möglichst viel Technik und im IT-Bezug im Unterricht einen kaum positiven Lerneffekt. "Ein schlechter Unterricht wird mit digitalen Medien nicht besser", sagte Zierer dem Pressedienst dpa. Stattdessen sei ein guter Lehrer vor der Klasse der eigentlich entscheidende Faktor für ein erfolgreiches Lernen.

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Zusammen haben die beiden Forscher 1.400 Metaanalysen ausgewertet, die sich wiederum auf insgesamt etwa 80.000 Einzelstudien beziehen. Eine Erkenntnis sei dabei auch, dass gut geführter Unterricht von einem multimedialen Einsatz profitieren kann. Damit ist Technik wie Smartboards, Schulnotebooks und andere Geräte gemeint. Dass Schüler außerhalb der Schule zudem soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Snapchat verwenden, habe zudem negative Effekte.

Unterstützung einer anderen Studie

Mit der Untersuchung stützt Hattie seine im Jahr 2008 geführte Studie, die das Konzept Visible Learning begründet. Das gleichnamige Buch beschreibt die Ergebnisse und Vorgehensweise. Demnach sei ein Lehrer, der sich in seine Schüler gedanklich hineinversetzen könne, der entscheidende Faktor für guten Unterricht. Die Studie blieb allerdings nicht ohne Kritik. Der Autor selbst habe damals Fehler bei der Berechnung einiger Ergebnisse eingestanden.

IT direkt im Klassenraum zu etablieren, ist an deutschsprachigen Schulen nicht immer einfach. Um Technik sinnvoll in den eigenen Unterricht einzubauen, müssen Lehrer sich vorerst selbst damit auseinandersetzen und diese verstehen. Ansonsten bleibt ein Smartboard nur eine Tafel, die Strom benötigt. Außerhalb des Klassenzimmers können etwa im Intranet verfügbare Schulpläne, Klassenbücher und Aushänge viel Zeit sparen, was den Unterricht indirekt positiv beeinflussen kann.



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berritorre 08. Jan 2019

Ich glaube wiederum nicht, dass Lehrer in Deutschland unterbezahlt sind, schon gar nicht...

mackes 03. Jan 2019

Mich würde sehr interessieren, welche Tools du dafür einsetzt. Wie hoch ist der...

mackes 03. Jan 2019

Genau, und dann bitte auch eine marktgerechte Bezahlung einführen.

Deaddy cool 03. Jan 2019

Wie wahr Emulex :) Der Vorschlag hauptsächlich/ ausschließlich daheim zu lernen gefällt...

Onetwobarbecue 02. Jan 2019

Liebes Golem.de-Team, mich würde ein Verweis zur aktuellen Studie direkt interessieren...


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