IT-Administration: Microsoft-Certified-Schulungen laufen aus und werden obsolet

Microsoft wird seine Zertifikate Microsoft Certified Solutions Associate (MCSA), Solutions Developer (MCSD) und Solutions Expert (MCSE) auslaufen lassen. Der Stichtag ist demnach der 30. Juni 2020. Ab diesem Zeitpunkt sollen keine weiteren Workshops dafür mehr angeboten werden. Das berichtet Alex Payne(öffnet im neuen Fenster) , Leiter für technische Schulungen bei Microsoft.
Stattdessen wolle sich das Unternehmen auf das Konzept der rollenbasierten Zertifizierungen(öffnet im neuen Fenster) konzentrieren. Dieses wurde 2018 eingeführt und teilt Zertifikate in verschiedene und spezialisierte Rollen ein – es gibt etwa eine Weiterbildung zum Azure Administrator, Entwickler oder Solutions Architect. Das gilt auch für andere Cloud-Dienste wie Microsoft 365. Die Umstellung auf spezialisiertere Trainings macht deutlich, dass Microsoft mittlerweile mehr Experten fördern will, die Cloud-Lösungen integrieren und administrieren statt On-Premises-Alternativen wie Windows Server.
In die Cloud oder gar nicht
Teilnehmer, die derzeit für eines der genannten Microsoft-Certified-Zertifikate lernen, können dies weiterhin tun. Sie sollten laut Payne aber darauf achten, vor Ende Juni alle benötigten Prüfungen zu bestehen. Das dann erlangte Zertifikat wird anschließend noch für zwei weitere Jahre bestehen bleiben. Zugleich empfiehlt der Hersteller Besitzern eines Zertifikats, sich zusätzlich für einen rollenbasierten Workshop einzutragen. Ein Inhaber des MCSD: App Builder könnte sich etwa zum Azure Developer Associate weiterbilden lassen, während für Halter des MCSE: Core Infrastructure Azure Administrator Associate, Solutions Architect oder Engineer Associate interessant sein sollen.
Eine komplette Liste der auslaufenden Zertifizierungen und dazu passenden Alternativen listet Microsoft in einem Support-Post auf. In der FAQ-Sektion wird dabei auch klar, dass es künftig keine offiziellen Microsoft-Zertifizierungen für Software wie SQL Server 2019 oder Windows Server 2019 mehr geben wird.