Von Open Source Intelligence (OSINT) aus dem Internet über Social Media, Standort- und andere Metadaten aus Mobilfunknetzen oder Audio-Transkripten lässt sich alles mit einer einzigen Prompt-Anfrage durchsuchen(öffnet im neuen Fenster). Integriert ist außerdem ein multilinguales Übersetzungstool. Im Anschluss wirft das 4Sight-Tool eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus.
Für die ISS World Europe fokussiert sich das kanadische Unternehmen auf einen Teilaspekt dieses universellen Analyseapparats. Präsentiert wird ein aktueller Erfahrungsbericht, wie KI-basierte automatische Spracherkennung "vor Ort in einer Hochrisikoumgebung implementiert" wurde, die obendrein "air-gapped" ist. Dieses Analysetool wurde also erst kürzlich an eine Auswertungsabteilung eines Geheimdiensts oder eine Polizeibehörde mit nachrichtendienstlichen Aufgaben geliefert.
Bild 1/6: Auszug aus der Sponsorenliste der ISS World Europe. Das Gros der Unternehmen dieser "Schurkengalerie" ist einer breiteren Öffentlichkeit nicht bekannt. (Bild: ISS World)
Bild 2/6: Im 4Sight-Tool von JSI schlägt der KI-Chatbot Iris gleich einmal eine Mustersuche über alle Dateien vor. Die Europazentrale des Herstellers ist übrigens nur acht Kilometer vom Bundeskriminalamt in Wiesbaden entfernt. (Bild: 4Sight-Tool)
Bild 3/6: Auszug aus der parlamentarischen Anfrage der österreichischen Grünen an das Innenministerium. Die zehn Lizenzen zu je 80.000 Euro samt einer Administratorenlizenz beziehen sich nicht etwa auf zehn Ermittler und deren Vorgesetzten. (Bild: Österreichisches Parlament)
Bild 4/6: Was "Tiefenanalyse und kollektive Intelligence rund um Großereignisse" zu bedeuten hat, erfährt man in den Absätzen weiter unten. (Bild: Penlink)
Bild 5/6: Wie bei allen anderen sinistren Applikationen wird auch von Blackscore das Darknet als primäres Ziel vorgeschoben. Tatsächlich ist diese Plattform für "verdeckte digitale Operationen" ein Instrument zur Massenmanipulation. (Bild: Blackscore)
Bild 6/6: Die Cognyte-Aktie notiert nach gut fünf Jahren bei der Hälfte des Ausgabepreises. Wie alle Überwachungsunternehmen aus Israel hat Cognyte Probleme mit der Akzeptanz- und dadurch Absatzprobleme. (Bild: Yahoo Finance)
Eine Plattform mit ähnlichen Funktionen namens PLX bietet auch das Unternehmen Penlink an. Auch hier werden Daten aus allen möglichen Quellen herangezogen und mit einem Assistenzprogramm namens CoAnalyst GenAI(öffnet im neuen Fenster) analysiert. Laut Angaben des Unternehmens beherrscht die Plattform mehr als 1.000 verschiedene Dateiformate und visualisiert verdeckte Verbindungen sowie Verhaltens- und Bewegungsmuster.
Im Gegensatz zu anderen Plattformen ist über die Produkte dieses Unternehmens deutlich mehr bekannt. Nachdem das österreichische Innenministerium eine der Penlink-Plattformen angeschafft hatte, brachte eine parlamentarische Anfrage (PDF)(öffnet im neuen Fenster) im Dezember 2025 einige Details ans Licht.
Bild 1/6: Auszug aus der Sponsorenliste der ISS World Europe. Das Gros der Unternehmen dieser "Schurkengalerie" ist einer breiteren Öffentlichkeit nicht bekannt. (Bild: ISS World)
Bild 2/6: Im 4Sight-Tool von JSI schlägt der KI-Chatbot Iris gleich einmal eine Mustersuche über alle Dateien vor. Die Europazentrale des Herstellers ist übrigens nur acht Kilometer vom Bundeskriminalamt in Wiesbaden entfernt. (Bild: 4Sight-Tool)
Bild 3/6: Auszug aus der parlamentarischen Anfrage der österreichischen Grünen an das Innenministerium. Die zehn Lizenzen zu je 80.000 Euro samt einer Administratorenlizenz beziehen sich nicht etwa auf zehn Ermittler und deren Vorgesetzten. (Bild: Österreichisches Parlament)
Bild 4/6: Was "Tiefenanalyse und kollektive Intelligence rund um Großereignisse" zu bedeuten hat, erfährt man in den Absätzen weiter unten. (Bild: Penlink)
Bild 5/6: Wie bei allen anderen sinistren Applikationen wird auch von Blackscore das Darknet als primäres Ziel vorgeschoben. Tatsächlich ist diese Plattform für "verdeckte digitale Operationen" ein Instrument zur Massenmanipulation. (Bild: Blackscore)
Bild 6/6: Die Cognyte-Aktie notiert nach gut fünf Jahren bei der Hälfte des Ausgabepreises. Wie alle Überwachungsunternehmen aus Israel hat Cognyte Probleme mit der Akzeptanz- und dadurch Absatzprobleme. (Bild: Yahoo Finance)
Adint und Osint
Das von Österreichs Innenministerium angeschaffte "Ermittlungsinstrument" fusioniert Daten aus den Mobilfunknetzen wie Imsi (International Mobile Subscriber Identity) und Imei-Kennung der Smartphones samt Metadaten mit Tracking- und Verhaltensdaten aus dem Internet. Letztere werden von internationalen Werbenetzwerken und Datenhandelsfirmen angekauft.
Mit Adint(öffnet im neuen Fenster) (Advertising Intelligence) gibt es inzwischen auch einen Fachterminus dafür, der in allen einschlägigen Produktkatalogen auf der ISS World Europe vorkommt. Doch das ist längst nicht alles. Was da ganz allgemein als Daten aus Social Media oder Osint (Open Source Intelligence) subsumiert wird, sind Daten, die über die Plattformen selbst generiert werden.
Bild 1/6: Auszug aus der Sponsorenliste der ISS World Europe. Das Gros der Unternehmen dieser "Schurkengalerie" ist einer breiteren Öffentlichkeit nicht bekannt. (Bild: ISS World)
Bild 2/6: Im 4Sight-Tool von JSI schlägt der KI-Chatbot Iris gleich einmal eine Mustersuche über alle Dateien vor. Die Europazentrale des Herstellers ist übrigens nur acht Kilometer vom Bundeskriminalamt in Wiesbaden entfernt. (Bild: 4Sight-Tool)
Bild 3/6: Auszug aus der parlamentarischen Anfrage der österreichischen Grünen an das Innenministerium. Die zehn Lizenzen zu je 80.000 Euro samt einer Administratorenlizenz beziehen sich nicht etwa auf zehn Ermittler und deren Vorgesetzten. (Bild: Österreichisches Parlament)
Bild 4/6: Was "Tiefenanalyse und kollektive Intelligence rund um Großereignisse" zu bedeuten hat, erfährt man in den Absätzen weiter unten. (Bild: Penlink)
Bild 5/6: Wie bei allen anderen sinistren Applikationen wird auch von Blackscore das Darknet als primäres Ziel vorgeschoben. Tatsächlich ist diese Plattform für "verdeckte digitale Operationen" ein Instrument zur Massenmanipulation. (Bild: Blackscore)
Bild 6/6: Die Cognyte-Aktie notiert nach gut fünf Jahren bei der Hälfte des Ausgabepreises. Wie alle Überwachungsunternehmen aus Israel hat Cognyte Probleme mit der Akzeptanz- und dadurch Absatzprobleme. (Bild: Yahoo Finance)
Hersteller wie Penlink oder Cognyte(öffnet im neuen Fenster) aus Israel, die Geschäfte vor allem mit westlichen Polizeibehörden und Geheimdiensten anstreben, halten sich in diesem Punkt sehr bedeckt.