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ISS: Sojus-Kapsel mit Roboter an Bord bricht Andockmanöver ab

Eine Sojus -Kapsel mit dem russischen Testroboter Fedor an Bord konnte nicht wie geplant an die ISS andocken – wegen eines Problems des automatisierten Andocksystems des Stationsmoduls. Ein zweiter Versuch ist bereits geplant.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Die automatisierte Sojus-Kapsel nahe der ISS (Bild: Nasa)
Die automatisierte Sojus-Kapsel nahe der ISS Bild: Nasa

Wegen eines technischen Problems an der Internationalen Raumstation ISS haben russische Kosmonauten ein Andockmanöver einer Sojus-Kapsel mit einem Roboter an Bord abgebrochen(öffnet im neuen Fenster) . Der Frachter habe sich inzwischen wieder etwas von der ISS entfernt, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am 24. August 2019 mit.

Die Trägerrakete war am 22. August 2019 vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Neben Nahrungsmitteln bringt die Kapsel auch Medikamente für die Besatzung sowie einen menschenähnlichen Roboter mit dem Namen Fedor mit.

Fedor ist 1,80 Meter groß, wiegt etwa 160 Kilo und ähnelt dem menschlichen Körper. Er hat einen eigenen Twitter-Account, mit dem über die Arbeit mit dem Roboter berichtet wird. Auf der ISS sollen in den kommenden Wochen die Fähigkeiten des Roboters getestet werden. Fedor dient dabei als eine Art Versuchspassagier für Testmissionen.

Neuer Andockversuch geplant

Wie die Nasa unter Berufung auf ihre russischen Kollegen berichtet(öffnet im neuen Fenster) , soll es beim Andockmanöver ein mögliches Problem mit einer Komponente des automatischen Andocksystems des Poisk-Moduls gegeben haben. Die Kapsel wird ferngesteuert, eine Besatzung an Bord gibt es nicht.

Ein weiterer Andockversuch der Sojus-Kapsel ist für den frühen Morgen des 27. August 2019 geplant (deutsche Zeit). Dann soll die Kapsel direkt am Zvezda-Modul anlegen; dessen Andocksystem funktioniert nach jüngsten Tests problemlos. Nach dem abgebrochenen ersten Andockmanöver ist die Kapsel in einen sicheren Orbit um die ISS geschwenkt, ihre Systeme funktionieren alle normal. Die Raumfahrer in der ISS seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen, berichtet die Nasa.


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