ISS: Russisches Modul Nauka bekommt Strom
Nauka ist jetzt per Stromkabel mit der ISS verbunden. Beim Außeneinsatz bewies der russische Kosmonaut Pjotr Dubrow Reaktionsschnelligkeit.
Bei einem fast achtstündigen Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS haben zwei Kosmonauten erste Arbeiten an dem neuen russischen Forschungsmodul absolviert. Der US-Raumfahrtbehörde Nasa zufolge wurde das Hauptziel des Ausstiegs ins All erreicht, Stromkabel am neuen Modul Nauka mit dem Modul Zarja zu verbinden.
Damit könne Nauka mit Strom aus dem US-Segment der ISS versorgt werden, hieß es. Allerdings hätten die beiden Raumfahrer Oleg Nowitski und Pjotr Dubrow nicht alle geplanten Aufgaben erledigen können, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am 4. September 2021 mit. Das solle beim nächsten Weltraumspaziergang am 9. September 2021 nachgeholt werden. Dann würden unter anderem der Handlauf fertiggestellt und ein Ethernetkabel verlegt.
Insgesamt sind den Angaben zufolge in den nächsten Monaten elf Außeneinsätze geplant.
Kosmonaut Dubrow schnappt sich wegfliegende Abdeckung
"Alles ist in Ordnung", twitterte Roskosmos. Der Einsatz in der Schwerelosigkeit dauerte 7 Stunden und 54 Minuten. Dabei bewies der russische Kosmonaut Dubrow, dass er selbst im schweren Raumanzug durchaus schnell reagieren kann: Er schnappte die Abdeckung eines Steckers, die in den Weltraum zu fliegen drohte.
Kurz nach der Ankunft von Nauka an der ISS Ende Juli war es zu einem Zwischenfall gekommen: Die Triebwerke des Moduls hatten sich ungeplant angeschaltet, wodurch die gesamte ISS in Bewegung geriet. Die Nasa verlor etwa eine Stunde lang die Kontrolle über die Station und elf Minuten lang die Kommunikation.
Nauka ist als Mehrzweckmodul vorrangig für die Forschung gedacht.
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