• IT-Karriere:
  • Services:

ISS: Röntgengerät und 3D-Drucker im Weltraum

Eine dauernde Überwachung des Knochenabbaus soll ein Röntgengerät ermöglichen, das im August auf die ISS gebracht wird. Damit soll die Besatzung der Station regelmäßig Mäuse untersuchen. Außerdem bringt die Raumfähre Dragon einen 3D-Drucker in die Umlaufbahn.

Artikel veröffentlicht am ,
Bone Densitometer: Veränderungen in Echtzeit verfolgen
Bone Densitometer: Veränderungen in Echtzeit verfolgen (Bild: Techshot)

Ein Röntgengerät und einen 3D-Drucker wird der Raumtransporter Dragon bei seinem nächsten Flug zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) mitnehmen. Im August werden die beiden Geräte zur Station fliegen.

Stellenmarkt
  1. HORNBACH Baumarkt AG, Bornheim bei Landau / Pfalz
  2. Storage24 Verwaltungs- und Expansionsgesellschaft, Lorch

Das Röntgengerät dient der Forschung. Damit sollen die Astronauten Mäuse auf der Raumstation untersuchen. An den Nagern will die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) die Auswirkungen der weitgehenden Schwerelosigkeit auf Knochen erforschen.

Körper leidet in Schwerelosigkeit

Muskeln, Organe und Knochen leiden in der Schwerelosigkeit. Knochen etwa verlieren im Monat etwa ein bis zwei Prozent ihrer Masse. Zwar lassen sich die Auswirkungen durch gesunde Ernährung und regelmäßigen Sport verringern. Doch für Langzeitmissionen wie eine Reise zum Mars ist es wichtig zu wissen, wie der Körper reagiert.

Dafür bekommt die ISS den Bone Densitometer, den das US-Unternehmen Techshot gebaut hat. Das Gerät, das etwa so groß ist wie ein Mikrowellenherd, basiert auf einem handelsüblichen Gerät, das für den Einsatz im Weltraum angepasst wurde. Damit sollen die ISS-Besatzungsmitglieder Mäuse auf der Station regelmäßig röntgen, um die Veränderungen in deren Körpern zu verfolgen.

Gewebedichte und Gewicht

Der Bone Densitometer nutzt das Verfahren der Dual-Röntgen-Absorptiometrie (Dual Energy X-Ray Absorptiometry, Dexa). Das Gerät sendet zwei Röntgenstrahlen mit unterschiedlichem Energieniveau aus, die vom Gewebe absorbiert werden. Auf diese Weise kann die Dichte von Knochen und Weichteilen, der Fettanteil sowie das Gewicht der Nager bestimmt werden.

Bislang werden Raumfahrer - menschliche wie tierische - vor dem Start und nach der Rückkehr zur Erde untersucht. Was die Forscher aber wollen, ist eine Überwachung der Raumfahrer im All. Bisher sei die Forschung eingeschränkt gewesen, sagte Mike Roberts vom Center for the Advancement of Science in Space (Casis) dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist. "Dieses Gerät wird es den Forschern ermöglichen, den Knochenabbau in Echtzeit zu verfolgen." Das Casis ist für die wissenschaftlichen Experimente auf der ISS zuständig.

3D-Drucker für die Station

Neben dem Bone Densitometer bekommt die ISS-Besatzung auch den 3D-Drucker, den die Nasa im vergangenen Jahr angekündigt hat. Damit soll die Besatzung beispielsweise verlorengegangene Teile wie etwa Schrauben nachbauen und ersetzen. Die Idee ist, Raumfahrern auf den geplanten Flügen zu Asteroiden und zum Mars solche Geräte mitzugeben, damit diese unterwegs Ersatzteile herstellen können, statt auf Verdacht große Mengen an Teilen einzupacken.

Der Drucker nutzt das Schmelzschichtungsverfahren (Fused Deposition Modeling, FDM) und wurde für die Schwerelosigkeit auf der ISS angepasst. Entwickelt wurde er vom US-Unternehmen Made in Space, das den Drucker bereits auf diversen Parabelflügen getestet hat.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

sofias 25. Jun 2014

würde mich ja mal interessieren was microgravitation so an herausforderungen für das 3d...


Folgen Sie uns
       


Mini-PCs von Asus, Apple und Zotac im Test - Fazit

Wir haben uns den Mac Mini und zwei Alternativen von Asus und Zotac angesehen. Es ist interessant, wie leistungsfähig die Kontrahenten sind.

Mini-PCs von Asus, Apple und Zotac im Test - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /