ISS: Probleme beim neuen Weltraumfrachter Cygnus XL

Das aufgerüstete Cygnus-Raumschiff von Northrop Grumman(öffnet im neuen Fenster) ist vor wenigen Tagen mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX ins Weltall gestartet und sollte eigentlich an die Internationale Raumstation ISS andocken. Doch die erste Mission des neuen Jumbo-Raumschiffs verläuft nicht reibungslos(öffnet im neuen Fenster) .
Die Cygnus XL hatte am frühen Dienstagmorgen (16. September 2025), zwei Tage nach dem Start, ein Triebwerksproblem in der Umlaufbahn. Daher wird sie nicht wie ursprünglich geplant am Mittwoch, den 17. September, an der Raumstation ankommen. Ein neues Ankunftsdatum und eine neue Ankunftszeit würden derzeit geprüft, teilte die Nasa in einem Update mit.
Sobald der neue Docking-Termin feststeht, soll Jonny Kim, Astronaut der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa, die Cygnus XL mit dem Canadarm2-Roboterarm der Station einfangen. Unterstützt wird er dabei von Nasa-Astronautin Zena Cardman. Nach dem Einfangen wird das Raumschiff an der Öffnung des Unity-Moduls installiert, die der Erde zugewandt ist. Dort bleibt es bis März 2026.
Versorgung der ISS: Derzeit drei Frachter im Einsatz
Die Cygnus XL ist eines von drei Frachtraumschiffen, die die ISS versorgen, zusammen mit der Dragon-Kapsel von SpaceX und dem russischen Progress-Träger. Die Cygnus XL ist die neueste Version des Frachters Cygnus von Northrop Grumman. Frühere Versionen brachten etwa 3.856 Kilogramm zur ISS, die neue Version soll bei ihrer NG-23-Frachtmission 4.911 kg Fracht an Bord haben.
Die aktuelle Mission trägt den Namen NG-23, da sie als 23. Frachtmission von Northrop Grumman für die Nasa zur ISS fliegt. Die 22. wurde jedoch abgebrochen, nachdem die Cygnus beim Transport zum Startplatz beschädigt wurde.
Wenn der Starliner von Boeing irgendwann so weit sein sollte, wird auch dieser die ISS mit Fracht und Astronauten versorgen. Das deutsch-französische Start-up The Exploration Company möchte sich mit seiner Nyx-Frachtkapsel ebenfalls als Versorgungsunternehmen etablieren.