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Beim letzten Start explodierte die Rakete.
Beim letzten Start explodierte die Rakete. (Bild: Nasa (Joel Kowsky))

Zwischen Pannen und Nuklearraketen

Ein Castor-30XL-Feststoffantrieb dient als zweite Stufe der Antares-Rakete. Er ist direkt von der Castor-120-Stufe der amerikanischen Peacekeeper-Rakete abgeleitet. Wahrscheinlich kann der Castor 30XL wegen der vorhandenen Produktionsanlagen kostengünstig hergestellt werden. Er verbindet eine niedrige Effizienz (spezifischer Impuls unter 300 Sekunden) mit relativ hoher Leermasse (etwa 8 Prozent), beides Eigenschaften, die eine zweite Stufe nicht haben sollte.

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Die zweite Stufe gelangt zusammen mit der Nutzlast in den Orbit. Je schwerer die leere Stufe ist, um so weniger kann die Nutzlast wiegen. Der spezifische Impuls sagt aus, wie lang eine bestimmte Menge Treibstoff einen bestimmten Schub erzeugen kann. Je niedriger der Wert, desto mehr Treibstoff wird benötigt. Die zweite Stufe der Falcon-9-Rakete von SpaceX erreicht bei einer Leermasse von 4 Prozent einen spezifischen Impuls von 348 Sekunden. Dabei gilt selbst diese Stufe als relativ ineffizienter Kompromiss zur Kostensparung.

Trotz der offensichtlichen politischen Brisanz hat die Rakete bisher für sehr wenig Konflikte in der US-Politik gesorgt. Ganz im Gegensatz zur Atlas-V-Rakete, die mit einem russischen RD-180-Triebwerk ausgestattet ist, aber ansonsten aus amerikanischer Produktion stammt und einen jahrelangen Streit in der Regierung auslöste.

Es gibt Zweifel an der Zuverlässigkeit

Orbital ATK entstand im Jahr 2015 aus der Fusion von Orbital Sciences und dem ATK. Orbital Sciences war die zweite Firma, die bei der Ausschreibung der amerikanischen Frachtversorgung der ISS den Zuschlag bekommen hat. Es wird der achte Flug eines Cygnus-Transporters sein. Der fünfte Cygnus wurde bei der Explosion der Rakete zerstört, der sechste und siebte wurden jeweils mit einer Atlas V gestartet.

Obwohl die Antares-Rakete mit neuen Triebwerken in der ersten Stufe und einer ebenso unerprobten vergrößerten zweiten Stufe besteht, gab es keinen Testflug mit der Rakete. Das Unternehmen selbst ist zuversichtlich, aber Beobachter sind deutlich zurückhaltender:

Orbital Sciences war schon vor der Fusion mit ATK einer der größten Satellitenhersteller der Welt. Die Firma betrieb unter der Bezeichnung Minotaur eine sehr erfolgreiche Reihe kleiner Trägerraketen aus umgebauten ehemaligen Interkontinentalraketen, wie der Peacekeeper- oder der Minuteman-Raketen. Dazu kamen auch Eigenentwicklungen wie die von einem Trägerflugzeug startende Pegasus-Rakete und die Taurus-Rakete. Die Taurus-Rakete zerstörte 2009 und 2011 durch zwei Fehlstarts Nasa-Satelliten im Wert von 700 Millionen US-Dollar. Sie soll demnächst unter der Bezeichnung Minotaur-C wieder fliegen.

Der Start der Antares-Rakete kann auf Nasa TV live verfolgt werden:

 ISS-Frachter: Antares-Rakete startet wieder

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