Ispace: Laserfehler führt zum Absturz japanischer Mondlandefähre

Ein vom japanischen Unternehmen Ispace gebautes Landegerät ist Anfang Juni 2025 auf der Mondoberfläche abgestürzt . Am 24. Juni 2025 veröffentlichte das Unternehmen eine Presseerklärung zur Absturzursache(öffnet im neuen Fenster) .
Beim Laserentfernungsmesser (LRF) des Raumfahrzeugs sei es zu einer Anomalie gekommen, die Resilience daran gehindert habe, gültige Messungen des Abstands zur Mondoberfläche vorzunehmen. Dadurch konnte die Mondlandefähre nicht mit der richtigen Geschwindigkeit abbremsen und stürzte ab.
Erst kürzlich veröffentlichte der Mondorbiter LRO der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa ein Foto von der Absturzstelle in der Nähe der Mare-Frigoris-Region auf der erdzugewandten Seite.
Vier mögliche Ursachen für den Absturz
Das Unternehmen ist bisher unsicher, was die Anomalie im Laserentfernungsmesser von Resilience verursachte, ermittelte aber vier mögliche direkte Ursachen. Einerseits könnte es sein, dass das Reflexionsvermögen der Mondoberfläche "unerwartete Eigenschaften" aufwies, die das Raumfahrzeug daran hinderten, seine Höhe korrekt zu bestimmen.
Eine andere Möglichkeit ist, dass der Winkel des Lasers relativ zur Mondoberfläche "zu der verringerten Reflektivität" beitrug. Es könnte aber auch sein, dass die geringere Laserleistung auf Resilience dazu führte, dass die Reflektivität des Entfernungsmessers zu gering war, so dass das Raumfahrzeug seine Umgebung nicht korrekt wahrnehmen konnte.
Auch könnte die Raumsonde durch die hohen Geschwindigkeiten schlichtweg weniger gut funktionieren, als erwartet wurde. Die Weltraumstrahlung könnte zudem die Leistung des Raumfahrzeugs beeinträchtigen.
Zwei weitere Missionen werden bereits geplant
Alle vier Möglichkeiten wurden als "wahrscheinliche Ursachen" für den Absturz von Resilience eingestuft. Ispace plant bereits Abhilfemaßnahmen angesichts des Verlusts seines zweiten Mondlandegeräts. Dazu gehören Tests und die Überprüfung seiner Landesensoren, einschließlich der Laserentfernungsmesser. Außerdem soll die Hardware des Landesystems verbessert werden.
Bei ihren nächsten beiden Mondlandemissionen möchte die Raumfahrtfirma weitere bildverarbeitungsbasierte Landesensoren einsetzen. Zudem wird bei den geplanten Hakuto-R Missionen drei und vier (M3 und M4) ein wesentlich größeres und leistungsfähigeres Landegerät mit der Bezeichnung Apex 1.0 eingesetzt.