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ISO, IEC, ITU & Co.:
Wie China mit Standards Macht ausübt

China engagiert sich massiv bei der Entwicklung internationaler technischer Standards. Dabei geht es um viel Geld, geopolitische Macht und die Werte der Kommunistischen Partei.
/ Gerd Mischler
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Ohne China geht bei Standards nichts. (Bild: Pixabay / Montage: Golem.de)
Ohne China geht bei Standards nichts. Bild: Pixabay / Montage: Golem.de

China nimmt in internationalen Organisationen zunehmend Einfluss auf die Entwicklung technischer Standards. Der Volksrepublik geht es dabei nicht immer um den technischen Fortschritt. Ihre Vertreter haben auch den Auftrag, die sozialen und politischen Wertvorstellungen der Kommunistischen Partei (KP) Chinas weltweit zu verbreiten sowie deren geopolitische Interessen voranzutreiben. Das ist für Unternehmen aus westlichen Staaten und deren Regierungen kritisch.

Denn wenn Menschen technische Großtaten vollbringen wollen, müssen sie eine gemeinsame Sprache sprechen. Davon berichtet schon das alte Testament in der Geschichte vom Turmbau zu Babel. In dieser straft Gott die Menschheit mit der babylonischen Sprachverwirrung dafür, dass sie den wohl ersten Wolkenkratzer errichten will. Doch da auf einmal niemand mehr die Sprache des anderen beherrscht, muss das Projekt wegen Verständigungsschwierigkeiten aufgegeben werden.

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