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Isar Aerospace: Münchner Raketen-Start-up verschiebt zweite Mission

Wegen technischer Probleme kann der geplante Start der Rakete vorerst nicht stattfinden. Beim Erstflug hob Spectrum noch ab.
/ Mario Petzold
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So weit wie auf dieser computergenerierten Darstellung kam es beim Start in Andoya nicht. (Bild: Isar Aerospace)
So weit wie auf dieser computergenerierten Darstellung kam es beim Start in Andoya nicht. Bild: Isar Aerospace

Das deutsche Raumfahrt-Start-up Isar Aerospace hat einen Raketenstart wegen technischer Schwierigkeiten verschoben. Der geplante Qualifizierungsflug der Trägerrakete Spectrum sei wegen eines Problems mit einem Druckventil abgesagt worden, berichteten das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) und weitere Medien.

Ursprünglich hätte Spectrum im Zeitfenster zwischen dem 21. und 23. Januar 2026 abheben sollen. Der Start vom Weltraumbahnhof im norwegischen Andoya wurde jedoch abgesagt. Es wäre der zweite Start gewesen, dabei sollten die kritischen Systeme unter realen Bedingungen getestet werden.

Nutzlast hätte abgesetzt werden soll

Entsprechend sollte die Rakete, die bis zu einer Tonne Nutzlast in den niedrigen Erdorbit bringen kann, fünf kleine Satelliten, unter anderem von der TU Berlin, und ein weiteres Experiment transportieren.

Wann ein erneuerter Startversuch unternommen werden kann, ist noch nicht bekannt.

Interesse an einem Ticket in den Orbit ist groß

Bereits der Erstflug im März 2025 war allenfalls ein halber Erfolg. Laut Isar Aerospace konnten zwar alle wichtigen Daten gesammelt werden. Der Flug selbst dauerte jedoch gerade einmal 30 Sekunden, weil Antriebsprobleme die Rakete ins Trudeln brachten. Sie stürzte unweit der Startplattform ab.

Dennoch scheint die Nachfrage nach einem Platz in Spectrum groß zu sein. Das Unternehmen gibt an, bereits an den Raketen Nummer 3 bis 7 zu arbeiten. Zudem werde eine neue Produktionsanlage in der Nähe von München fertiggestellt.

Das 2018 von Raumfahrtingenieuren der TU München gegründete Unternehmen soll maßgeblich zu einer größeren Unabhängigkeit Deutschlands und Europas beim Zugang zum Orbit beitragen. Es arbeitet mit der Esa zusammen und wird zum Teil auch durch diese finanziert.


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