Isaac Sim: Menschen bevölkern Nvidias Robotersimulator

Roboter sind in der realen Welt oft kaum zu testen: Zu groß ist die Anzahl zu untersuchender Testfälle, die sich zudem oft nur schwer exakt wiederholen lassen. An Simulationen führt daher kaum ein Weg vorbei. Nvidia bietet dafür, nicht ganz uneigennützig, eine Simulationsumgebung namens Isaac Sim(öffnet im neuen Fenster) an. Die kann, wie Nvidia im Rahmen der CES ankündigte, jetzt neben Robotern auch Menschen simulieren(öffnet im neuen Fenster) .
Wichtig ist das für kooperative und autonome Roboter, die zusammen mit Menschen in einer gemeinsamen Umgebung arbeiten. Die künstliche Intelligenz der Roboter – die natürlich ebenfalls mit Isaac Sim auf Basis von Nvidia-Hardware entwickelt werden kann – muss die Menschen erkennen und ihr Verhalten abschätzen. Da Tests solcher KI in realen Umgebungen nur sehr aufwendig realisierbar sind, verlagert Nvidia sie als digitalen Zwilling in sein Omniverse . Hier sind in kurzer Zeit viele Testläufe unter stets gleichen Bedingungen möglich.
Die virtuellen Menschen können einem Modell hinzugefügt werden und Aktionen ausführen, die kooperative oder autonome Roboter häufig antreffen: Sie stapeln Kisten in Lagerhäusern oder schieben Wagen durch eine Fabrikhalle. Nutzer können über Python-Skripte zudem selbst das Verhalten simulierter Personen kontrollieren.
Raytracing für bessere Sensormodelle
Neben den simulierten Menschen hebt Nvidia noch eine weitere Neuerung hervor: Mit Raytracing sollen die Modelle von Sensoren wie Lidar besser werden. Nvidia verspricht, sie seien "physikalisch exakt" , reflektierende Oberflächen etwa würden korrekt simuliert. Die Beschleuniger von Nvidias RTX-Grafikkarten sorgen dafür, dass die neuen Sensormodelle effizient und schnell berechnet werden.
Isaac Sim kann entweder auf eigener Hardware oder in einer Cloud mit RTX-Grafikkarten genutzt werden, etwa AWS, Azure oder Google Cloud. Für die Cloud bietet Nvidia einen fertigen Container an. Über eine Schnittstelle zum verbreiteten Robot Operating System (ROS) können eigene Robotermodelle angebunden werden.



