Loongson-Kerne mit eigenen Erweiterungen
Nach Aussage von Yemets hat das Unternehmen die Prozessorkerne von Loongson lizenziert. Allerdings sollen diese eigene Anpassungen enthalten, Yemets erwähnt hier die Sprungvorhersage (g+), ohne weiter ins Details zu gehen. Auch soll ein eigenes Sicherheitsmodul implementiert sein.
Yemets spricht noch über einige interessante Punkte der russischen Hardwarebeschaffung. So würden Prozessoren in Vertraulichkeitslevel eingeteilt, das höchste sei nur bei Fertigung in Russland erreichbar. Die Bewertung nimmt das Ministerium für digitale Entwicklung vor, in der Volksrepublik China gibt es eine ähnliche Liste. Da die Irtysch-Prozessoren in der Volksrepublik hergestellt werden, erreichen sie nur Level 2, Elbrus (g+) soll angeblich Level 1 erreichen. Die entsprechende Zertifizierung steht bei Tramplin allerdings noch aus.
Erste Muster der CPUs erhielt Tramplin laut Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) Mitte März 2026. Die Heatspreader weisen den März 2026 als Fertigungsmonat aus. Aktuell scheint das Unternehmen nur Server-CPUs herzustellen, die ab 2027 ausgeliefert werden sollen. Im selben Jahr soll eine GPU entwickelt werden, ab 2028 will Tramplin Electronics die Irtysch-CPUs auch exportieren – die Homepage nennt die aktuell zehn Brics-Staaten(öffnet im neuen Fenster) (das Kürzel steht für die ersten fünf Mitglieder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) als mögliche Exportländer.
Der Name der Prozessoren spiegelt dessen Herkunft dabei wider: Der Fluss Irtysch(öffnet im neuen Fenster) entspringt in der Volksrepublik China, fließt durch Kasachstan und anschließend nach Russland, wo er in den Ob mündet.
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