IRTF: Maschinelles Lernen soll das Internet besser machen

Einige typische Probleme des Internets lassen sich mit Hilfe von maschinellem Lernen lösen - das glauben zumindest einige Forscher, die gerade eine offizielle Arbeitsgruppe gründen, um diese Lösungen zu finden.

Artikel veröffentlicht am ,
Vielleicht lösen Router künftig vollkommen ohne Admin die Probleme im Netz.
Vielleicht lösen Router künftig vollkommen ohne Admin die Probleme im Netz. (Bild: Dave Herholz / Flickr.com/CC-BY 2.0)

Eine noch vorläufige Arbeitsgruppe der Internet Research Task Force (IRTF) möchte maschinelles Lernen (ML) dazu nutzen, Lösungen für einige typische Problemstellungen des Internets zu finden. Auf dem zurzeit in Berlin stattfindenden 96. Meeting der Internet Engineering Task Force (IETF) stellen die Beteiligten mögliche Einsatzgebiete für diese Technik vor, die sich vor allem auf die Steuerung von Netzwerk-Traffic beziehen.

Stellenmarkt
  1. (Senior) Expert Development (m/w/d) Backend SAP-Commerce / Hybris
    Fressnapf Holding SE, Düsseldorf
  2. Mitarbeiter (m/w/d) für den IT First Level Support
    Diakonie Hasenbergl e.V., München
Detailsuche

Die Verwendung von ML im Internet ist dabei eigentlich nicht neu. Besonders bekannt ist wohl das Trainieren des Spam-Filters in einem E-Mail-Client, damit dieser unerwünschte Nachrichten automatisch ausfiltern kann. Die Forschungsgruppe Network Machine Learning (NMLRG) möchte allerdings ML für den Umgang mit Netzwerken nutzen und nicht in den Endanwendungen der Nutzer.

Aus dem Netzwerk-Verkehr lernen

Denn mit dem stetig wachsenden Datenverkehr wird eine adäquate Verwaltung dieser durch Menschen zunehmend schwieriger. Eine schnelle Reaktion auf Echtzeit-Netzwerkverkehr übersteige gar die Fähigkeiten eines Menschen, heißt es in dem derzeitigen Entwurf, der als Grundlage für die künftige Arbeit der Forschergruppe dienen soll.

Den Netzwerkverkehr könnten künftig Maschinen automatisch regeln, heißt es weiter. Gleiches gelte für die Konfiguration eines Netzes, das Finden und Beheben von Störungen oder Angriffen im beziehungsweise auf das Netz, oder auch das Optimieren der Routen im Netz. Damit dies möglich wird, muss zuvor allerdings aus den vorhandenen Daten gelernt werden, um Modelle zu erstellen, die letztlich für den aktiven Einsatz genutzt werden können.

Noch viele Einzelheiten zu klären

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Bis all dies in Zukunft aber tatsächlich umgesetzt werden kann, müssen die Beteiligten noch einige wichtige Fragen klären, wie aus der Diskussion in dem Meeting deutlich wird. Dazu gehören vor allem die Auswirkungen auf die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer, deren Daten analysiert werden, um daraus zu lernen.

Interessant werden diese Überlegungen insbesondere im Hinblick auf die verwendeten Datensätze. Denn daraus lassen sich vielleicht Rückschlüsse auf Einzelheiten der Nutzer ziehen, was aber eigentlich nicht gewünscht ist. Über bestimmte statistische Analysen, und ML ist im Grunde nichts Anderes, lassen sich sogar aus SSH- oder aus TLS-Sitzungen relativ detaillierte Rückschlüsse ziehen.

Darüber hinaus ist die Arbeitsgruppe sehr daran interessiert, eine gemeinsame Basis an Datensätzen zu finden, die frei zur Verfügung stehen, sodass diese alle die nutzen können. Letzteres ist wohl auch sehr abhängig von dem Nutzungsszenario, das mittels ML verbessert werden soll.

Die Entwicklung der Arbeiten der NMLRG lassen sich über deren Mailingliste verfolgen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
600 Millionen Euro
Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
Artikel
  1. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  2. Browser: Edge unterstützt Maus und Tastatur auf Xbox
    Browser
    Edge unterstützt Maus und Tastatur auf Xbox

    Microsoft hat Edge auf den aktuellen Xbox-Konsolen aktualisiert. Jetzt lässt sich der Browser fast wie am PC per Maus und Tastatur bedienen.

  3. William Shatner: Captain Kirk fliegt offenbar in die Erdumlaufbahn
    William Shatner
    Captain Kirk fliegt offenbar in die Erdumlaufbahn

    Energie! Noch im Oktober 2021 fliegt William "Kirk" Shatner möglicherweise mit Jeff Bezos ins All.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung Odyssey G7 499€ • Alternate (u. a. Thermaltake Level 20 RS ARGB 99,90€) • Samsung 980 1 TB 83€ • Lenovo IdeaPad Duet Chromebook 229€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • AeroCool Cylon 4 ARGB 25,89€ [Werbung]
    •  /