Irreführende Werbung: Tesla zu kostenlosem Austausch des Bordcomputers verurteilt

Tesla hat gegenüber seinen Kunden behauptet, dass alle seit 2016 produzierten Fahrzeuge über die erforderliche Hardware verfügen, um mit zukünftigen Software-Updates autonom fahren zu können.
Wie sich herausstellte, stimmte das nicht, weil dazu die Hardware teilweise ausgetauscht werden musste. Der neue Computer wird als Hardware 3.0 oder FSD-Computer bezeichnet.
Tesla bot Besitzern, die das Full-Self-Driving-Paket kauften, eine kostenlose Nachrüstung des Computers an. Als Tesla 2021 sein Full-Self-Driving-Abonnement in den USA für 199 Dollar pro Monat auf den Markt brachte, verkomplizierten sich die Dinge. Anstatt das Full-Self-Driving-Paket kaufen zu müssen, können Tesla-Besitzer 199 US-Dollar pro Monat zahlen, um die in diesem Paket enthaltenen Funktionen zu nutzen.
Das Problem ist, dass Tesla von Fahrzeugbesitzern, die nicht über die Nachrüstung des Full-Self-Driving-Computers verfügen, zwischen 1.500 und 1.000 US-Dollar verlangte, bevor das Abo abgeschlossen werden konnte.
Ein Tesla-Model-3-Besitzer hat Tesla nun im US-Bundesstaat Washington deshalb erfolgreich verklagt. Sein Model 3 war mit der Hardware 2.5 ausgestattet und Tesla wollte 1.000 US-Dollar vor Abschluss des Abos von ihm haben. Vor Gericht erschien kein Vertreter von Tesla und der Kläger gewann.
Der Richter schrieb nach einem Bericht des Blogs Electrek(öffnet im neuen Fenster) , das über den Fall berichtete: "Darüber hinaus hat der Kläger ein zweites Tesla Model 3 gekauft, weil er sich auf die Werbung des Unternehmens verlassen hat, dass alle Tesla Model 3 mit der notwendigen Hardware für selbstfahrende Autos ausgestattet sind. Der Beklagte erfuhr, dass die Installation der Selbstfahrfunktion in Wirklichkeit 1.106 US-Dollar für weitere Hardware-Upgrades kosten würde, was irreführende Werbung seitens Tesla darstellt."
Tesla zahlte dem Bericht nach die Kosten für den Austausch.



